Heilsteine

Der Apophyllit – Einer der kräftigsten Schutz- und Heilsteine

Apophyllit ist eigentlich die Kurzbezeichnung für die Apophyllitgruppe, bei deren Mineralen es sich um so genannte Schichtsilitkate handelt. Der Apophyllit gilt als einer der kräftigsten Schutz- und Heilsteine überhaupt und wird auch als so genannter Aufstiegsstein bezeichnet.

Der Apophyllit – Herkunft und Geschichte

Der Apophyllit wurde erstmals etwa 1784 von Carl Rinman (Sohn von Sven Rinman, schwedischer Bergbauexperte, Mineraloge und Chemiker) als „Zeolith von Hellesta“ erwähnt und erhielt dabei auch die Trivialnamen „Gässten“ sowie „Brausestein“. Erst José Bonifácio de Andrada e Silva beschrieb den Apophyllit als eigenständiges Mineral. Von Abraham Gottlob Werner wurde der Name Apophyllit zu „Fischaugenstein“ eingedeutscht. Diese Bezeichnung bezieht sich auf den Perlmuttglanz der Basisfläche des Heilsteins. Der Glanz ähnelt dabei einem gekochten Fischauge.

Von René-Just Haüy wurde der Apophyllit im Jahr 1801 zunächst als eine Varietät des Mesotyps gesehen, im Hinblick auf seinen Verhalten vor dem Lötrohr gab er dem Mineral später jedoch den Namen Apophyllit. Der Name leitet sich dabei aus dem griechischen „apophyllein“ für abblättern ab und wird darauf zurückgeführt, dass der Stein bei einer starken Erhitzung aufblättert.

Apophyllit gilt als einer der kräftigsten Schutz- und Heilsteine in der Steinkunde. Bekannt ist er auch unter den Synonymen Asthmastein, Fischaugenstein, Ichthyophthalm, Brünnichit, Leukozyklit, Oxhaverit, Tesselith oder Xylochlor.

Der Apophyllit – Endglieder der Apophyllitgruppe

Der Name Apophyllit steht ja – wie bereits erwähnt – nicht für ein einzelnes Mineral, sondern vielmehr für zwei Mischkristallreihen und somit für eine Mineralgruppe. Im Jahr 1978 benannte die IMA (International Mineralogical Association, deutsch:Internationale Mineralogische Vereinigung) deshalb die Endglieder der Apophyllitgruppe neu. Die Apophyllitgruppe besteht aus folgenden von der IMA anerkannten Mineralen:

  • Fluorapophyllit-(K)
  • Hydroxyapophyllit
  • Fluorapophyllit-(Na)

Als Heilstein haben die einzelnen Bezeichnungen jedoch keine Bedeutung, in der Steinkunde wird nur vom Apophyllit im Allgemeinen gesprochen.

Der Fluorapophyllit-(K)

Beim Flourapophyllit-(K) handelt es sich um ein Mineral, welches sehr selten vorkommt. Es kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem und ist ein wasserhaltiges Kalium-Kalzium-Silikat mit zusätzlichen Flouridionen oder Hydroxidionen. Der Fluorapophyllit-(K) bildet dipyramidale, prismatische, isometrisch-pseudokubische oder auch tafelige Kristalle, die farblos, weiß, rosa, gelb oder auch grün gefärbt sind. Wie alle Minerale der Apophyllitgruppe kommt der Fluorapophyllit meist in Begleitung von Zeolithen vor. Er bildet sich sekundär in amygdaloidalen Hohlräumen oder Drusen in Basalten. Gefunden wird er außerdem in Phonolithen oder anderen basischen Vulkaniten oder auch in Erzlagerstätten als späthydrothermale Bildung.

Aufgrund von Größe, Farbe, Glanz und Paragenese sind Stufen mit Fluorapophyllit-(K)-Kristallen bei Sammlern sehr beliebt.

Der Hydroxyapophyllit-(K)

Der Hydroxyapophyllit-(K) kommt ebenfalls sehr selten vor. Auch er kristallisiert im tetragonalen Kristallsystem und ist aus chemischer Sicht ein wasserhaltiges Kalium-Kalzium-Silikat, welches außerdem Hydroxidionen beziehungsweise Fluoridionen beinhaltet und aufgrund seiner Struktur zu den Schichtsilikaten gehört. Hydroxyapophyllit-(K) bildet isometrische oder tafelige Kristalle, welche etwa 15 cm groß sind und farblos, weiß, rosa, gelblich oder grünlich gefärbt sind. Begleitet ist er meist von Zeolithen, kommt als sekundäre Bildung in amygdaloidalen Hohlräumen oder Drusen in Basalten, Phonolithen oder basischen Vulkaniten vor.

Bei Sammlern sind Stufen mit Hydroxyapophyllit-(K)-Kristallen aufgrund von Größe, Farbe, Glanz und Paragenese sehr beliebt.

Der Fluorapophyllit-(Na)

Auch der Fluorapophyllit-(Na) kommt sehr selten vor und ist ein so genanntes Schichtsilikat, welches – im Gegensatz zu den beiden anderen Varianten – aber im orthorhombischen Kristallsystem kristallisiert. Es handelt sich aus chemischer Sicht um ein wasserhaltiges Natrium-Kalzium-Silikat und enthält zusätzlich Fluoridionen. Der Fluoridapophyllit-(Na) bildet idiomorphe bis subidiomorpe Kristalle, die etwa 1 mm groß sind und pseudotetragonal bis pseudokubisch erscheinen. Sie sind entweder farblos oder weißen eine weiße, bräunlichgelbe oder gelblichbraune Farbe auf. Zu finden sind sie meist in kontaktmetamorphen Magnetit-Lagerstätten in Skarnen, die zwischen Graniten und Marmoren auftreten.

Der Apophyllit – Vorkommen und Entstehung

Alle Minerale der Apophyllitgruppe bilden sich sekundär in Hohlräumen sowie ehemaligen Gasblasen in Basalt, Phonolith sowie auch in vulkanitischen Gesteinen. Zeolithe wie Laumontit, Stilbit und Skozelit sowie Datolith, Pektolith und Prehnit sind übliche Begleitminerale des Apophyllits. Alpinotype Zerklüftungen (z. B. in den Alpen) sind ein weiterer Bildungsschwerpunkt für Apophyllit, auch die Bildung durch Thermalquellen ist möglich.

Der Apophyllit kommt sehr selten vor. Weltweit sind laut Stand von 2016 allerdings etwa 1.100 Fundorte bekannt. In der Regel findet sich dort Fluorapophyllit-(K), seltener kommen Hydroxyapophyllit-(K) und Fluorapophyllit-(Na) vor. Der Apophyllit kommt dabei hauptsächlich in Indien, Brasilien, Island, Italien, Australien, Norwegen und Mexiko vor.

Eigenschaften des Apophyllits

Der Apophyllit bildet sich im tetragonalen oder orthorhombischen Kristallsystem und gehört zur Mineralklasse der Silikate. Das Mineral weist eine Mohs’sche Härte von 4,5 bis 5 auf, ist vollkommen spaltbar und zeigt einen unebenen, spröden Bruch auf. Apophyllit ist entweder farblos oder kommt in den Farben weiß, grau, rosen- bis fleischrot, gelblich, bläulich und grünlich vor. Er ist durchscheinend bis durchsichtig und zeigt einen Glas- oder auch Perlmuttglanz auf den Spaltflächen. Bei Erhitzen kommt es zum Aufblättern des Seins, durch Säuren (Salz- und Salpetersäure) ist Apophyllit leicht zersetzbar und bildet dabei schleimartige Rückstände.

Der Apophyllit – Wirkung und Anwendung als Heilstein

Der Apophyllit gehört zu den kräftigsten Schutz- und Heilsteinen in der Steinkunde. Sowohl auf den Körper als auch auf die Seele hat er unterschiedliche Wirkungen. Die Anwendungsmöglichkeiten des Heilsteins sind dabei durchaus vielfältig.

Wirkung des Apophyllits auf den Körper

Der Apophyllit hilft als Heilstein bei Asthma und anderen Erkrankungen der Atemwege. Er kann außerdem dazu beitragen, Ablagerungen in den Blutgefäßen zu lösen. Der Apophyllit gilt als so genannter Herzstein und soll auch bei neurologischen Beschwerden hilfreich sein.

Der Apophyllit als Herzstein

Als sanfter Herzstein wirkt der Apophyllit als Heilstein gut bei Beschwerden des Herzens. Er hilft dabei, das Herz mit mehr Sauerstoff zu versorgen und hilft bei der Behandlung von Herzrhythmusstörungen sowie Erkrankungen des Herzmuskels.

Der Apophyllit bei neurologischen Erkrankungen

Der Apophyllit entfaltet seine Wirkung als Heilstein auch bei neurologischen Erkrankungen wie Lähmungen oder auch Muskelschwund. Er kann Beschwerden lindern, die im Zusammenhang mit dem Gesicht oder auch anderen Teilen des Körpers auftreten. Eine Anwendung ist auch bei Schmerzen der Kiefermuskulatur sinnvoll. Auch die Gesichtsneuralgie kann mit dem Apophyllit behandelt werden. Zwar gibt es auch Behauptungen, der Apophyllit könne als Heilstein bei Erkrankungen des Rückenmarks oder Multipler Sklerose helfen, allerdings können diese nicht belegt werden.

Wirkung des Apophyllits auf die Seele

Der Apophyllit hat auf die Seele verschiedenste Wirkungen als Heilsein. So kann er Sorgen, Ängste und Beklemmungen lösen und für Zuversicht, Gelassenheit und Ehrlichkeit sorgen. Er steigert das Selbstbewusstsein und trägt zu mehr Verständnis und Einsicht bei. Auch der Mut für neue Lebenssituationen wird durch den Apophyllit gestärkt. Ins Unterbewusstsein bringt der Apophyllit mehr Licht, in der Seele kann er Stauungen aufdecken, die zu nicht erkannten Blockaden führen oder auch verdrängt werden.

Mit dem Apophyllit lassen sich Gedanken und Wünsche, die aus dem Lot geraten sind, wieder einrenken. Sein Träger kann dadurch mehr Zufriedenheit erlangen und so einen glücklicheren Weg im Leben einschlagen. Der Heilstein trägt dazu bei, dass sein Träger umgänglicher und fröhlicher wird und auch schwierige Lebenssituationen besser meistern kann.

Der Apophyllit verleiht mehr Ruhe und Gelassenheit, gibt innere Sicherheit und befreit seinen Träger zudem von äußerem Druck sowie Schuldgefühlen. Es wird mit dem Heilstein leichter, sich von alten Mustern zu lösen. Er baut Stress ab und hilft dabei, sich von Dingen zu trennen, die nicht zum eigenen Wesen passen. Er trägt zu schlichter und ehrlicher Einfachheit sowie Offenheit bei.

Möglichkeiten der Anwendung des Apophyllits

Die Möglichkeiten der Anwendung des Apophyllit sind sehr vielfältig. Entscheidend ist vor allem der direkte Kontakt mit der Haut für die Entfaltung der Wirkung als Heilstein. Seine Wirkung auf die Seele entfaltet er aber bereits durch das bloße Betrachten.

Zur Anwendung beim Auflegen oder Tragen auf der Haut eignen sich vorrangig Trommelsteinen, denn Rohmaterial weist meist sehr scharfe Bruchkanten auf.

Der Apophyllit ist ein guter Stein für die Meditation und kann hier als Therapiestein Verspannungen in den Nerven lösen.

Ans Kopfende des Bettes gelegt, hilft der Apophyllit dabei, besser einzuschlafen.

Auch die Herstellung von Edelsteinwasser ist möglich. Dieses wird über Nacht mit 1 Liter Wasser und einigen 2 bis 3 cm großen Trommelsteinen in einem Glaskrug angesetzt. Da Apophyllit-Wasser eine kräftige Wirkung hat, sollte die Herstellung am besten von einem erfahrenen Fachmann (z. B. Heilpraktiker) erfolgen.

Der Apophyllit – Zuordnung zu Chakren und Sternzeichen

Der Apophyllit entfaltet seine Wirkung als Heilstein am besten durch auflegen auf dem Herzchakra. Er hilft hier bei der Entspannung des Nervensystems.

Den Sternzeichen Wassermann und Zwilling ist der Apophyllit als Hauptstein zugeordnet. Dabei verhilft er dem Zwilling zu mehr innerer Ruhe und sorgt für mehr Ausgeglichenheit. Auch Waage-Geborene können von der Wirkung des Heilsteins profitieren.

Der Apophyllit – Die richtige Pflege

Durch den direkten Kontakt mit der Haut kommt der Apophyllit unweigerlich mit Verunreinigungen durch Hautfett, Schmutzpartikelchen sowie Creme- und Kosmetikresten in Berührung. Deshalb empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung mit möglichst kalkfreiem und handwarmem Wasser, um Kalkablagerungen zu vermeiden. Sehr sauberes Regenwasser eignet sich dafür durchaus gut. Auf Zusätze wie Seife oder Reinigungsmittel kann bei der Reinigung verzichtet werden. Abgetrocknet werden sollte der Apophyllit mit einem sauberen, trockenen Tuch. Von einer Trocknung mit dem Föhn sollte abgesehen werden, denn durch Erhitzung blättert der Apophyllit auf.

Der Apophyllit kommt als einzelner Kristall oder als Kristallgruppe vor. Eine Entladung sollte einmal im Monat unter fließendem, lauwarmem Wasser erfolgen. Nach der Entladung ist eine Aufladung mit grünem Turmalin oder Aventurin für einige Stunden in einem Glas Wasser möglich. Zur Aufladung eignet sich aber auch eine Bergkristall-Gruppe.

Der Apophyllit – Einer von sieben Aufstiegs-Steinen

Der Apophyllit gehört zu den sieben Aufstiegs-Steinen.

Aufgabe des Aufsteigs-Apophyllit ist es, den Körper des Menschen zu reinigen – vor allem dann, wenn uns tief verdrängte Themen belasten, die eigentlich nicht in unserem Bewusstsein sind, aber hervortreten, sobald es zu einer großen Belastung im Leben kommt. Er trägt dann dazu bei, uns wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Dem Aufstiegs-Apophyllit wird die Fähigkeit zugesprochen, die Dunkelheit der Seele wieder zu erhellen. Mit ihm können Schleier beseitigt werden, wodurch sich der Mensch in seinem göttlichen Sein erkennen kann. Vor allem für Menschen, die sehr viel an sich arbeiten, ist dies von besonderer Bedeutung. Auch Menschen, die mitfühlend und sensitiv sind, soll der Apophyllit besonderen Schutz sowie stabilisierende Energien bringen. In Zeiten des Umbruchs steht der Apophyllit dafür, einen klaren und reinen Raum aus Licht zu schaffen und zur eigenen Mitte zu finden. Er bewahrt seinen Träger als Aufstiegs-Apophyllit dabei vor Zweifeln auf spiritueller Ebene.

Der Aufstiegs-Apophyllit sollte von niemand anderem berührt werden, da er sich auf den Energiekörper seines Trägers einstellt. Die Anwendung eignet sich während dem Schlafen und ist bei der Transformation während der Traumphasen sehr hilfreich.

Der Apophyllit – Möglichkeiten der Verwendung

Aufgrund der Größe, der Farbe, des Glanzes und der Paragenese mit Zeolithmineralen stellen die Minerale der Apophyllitgruppe vor allem für Sammler sehr interessante Bildungen dar.

Bedingt durch die vollkommene Spaltbarkeit sind Apophyllit-Steine sehr schwierig zu bearbeiten, weshalb sie in der Schmuckindustrie nicht verwendet werden. Lediglich farblose Kristalle aus Indien sind zum Facettieren geeignet, aus ihnen werden teilweise Steine bis zu 15 Karat geschliffen. So findet sich in der Smithsonian Institution in Washington D. C. ein farbloser Apophyllit mit steilen Facetten und einem Gewicht von 15,4 Karat. Apophyllite, die einen Perlmuttglanz aufweisen, werden meist mit dem Cabochon-Schliff bearbeitet.

Imitationen, Fälschungen und Verwechslungen

Fälschungen oder auch Imitationen des Apophyllits sind bislang nicht bekannt.

Dennoch gibt es ähnliche Schmucksteine, die mit dem Apophyllit durchaus von Laien verwechselt werden können. Dazu gehören der Boracit, der Kalzit, der Datolith, der Dolomit, der Herderit, der Magnesit, der Natrolith, der Phosgenit und der Orthoklas.

Wert des Apophyllit

Entscheidend für den Wert eines Minerals oder Edelsteins ist natürlich immer seine Qualität. So gibt es für den Apophyllit eine Wertangabe von 70 Euro für einen Stein mit einem Gewicht von 0,280 kg. Natürlich handelt es sich dabei nicht um einen pauschal festgelegten Wert, denn dieser wird anhand unterschiedlicher Faktoren bestimmt. So spielt auch die Verwendung (z. B. als Heilstein oder als Sammlerobjekt) eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung des Werts.

Wer einen Apophyllit kaufen möchte, sollte sich deshalb gut beraten lassen und möglichst bei einem seriösen Händler kaufen, der auch ein Zertifikat über die Echtheit nachweisen kann.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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