Heilsteine

Der Azurit – Power-Stein für Körper und Geist

Der Azurit ist ein Mineral aus der Mineralklasse der Carbonate und Nitrate. Es handelt sich dabei um einen sehr guten Stein für die Meditation, er wirkt sich extrem positiv auf die geistige Aufnahmefähigkeit und das Vorstellungsvermögen aus. Gemeinsam mit Bergkristall und Rosenquarz gilt der Azurit als Schutzschild gegen elektromagnetische Strahlung. Er ist wunderbar azurblau und schimmert wie das Wasser tropischer Meere. Dabei ist der Azurit nicht nur wunderschön, sondern hat auch viele positive Auswirkungen auf Körper und Geist.

Der Azurit – Herkunft und Geschichte

Seit mehr als 4.500 Jahren ist der Azurit bereits bekannt. Schon damals war der Stein in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt begehrt. Früher wurde der Azurit auch als Citramarin bezeichnet, da er „von diesseits des Meeres“ stammte.

Hauptlieferanten des Azurit im Altertum waren Länder wie Andalusien, Armenien oder auch Zypern. In Pulverform wurde das Mineral schon von den Ägyptern, Persern und Römern als Makeup für die Augen verwendet. Während der Ming-Dynastie nutzen die alten Chinesen den Azurit zur Färbung ihrer wunderschönen und legendären Vasen.

Eine besondere Bedeutung erlangte der Azurit jedoch in der Malerei im Mittelalter Europas sowie auch in der Renaissance – in Klöstern wurde das wertvolle blaue Pigment für kleine Bildmotive sowie kaligrafische Handschriften verwendet. Sogar der berühmte Maler Michelangelo nutzte Azurit in seiner römischen Grablegung für das leuchtende, blaue Gewand der Maria Magdalena.

Den bis heute gültigen Mineralnamen Azurit erhielt der Heilstein im Jahr 1824 vom französischen Mineralogen François Beudant. Dieser setzte damit vor allem der wunderschönen azurblauen Farbe des Minerals ein Denkmal.

Bekannt ist der Azurit auch unter den Namen Armenit, Bergblau, blauer Malachit, Chessylith, Kupferlapis, Kupferblau, Kupferlasur und Lasurmalachit.

Der Azurit – Vorkommen und Entstehung

Der Azurit bildet sich sekundär durch Ablagerungen und Verwitterungen. Dort, wo Azurit vorkommt, ist das Gestein kupferhaltig. Azurit entsteht dabei in der Oxidationszone von so genannten sulfidischen Kupfer-Lagerstätten durch die Verwitterung von Chalkopyrit und anderen Kupfersulfiden oder auch aus allgemeinen Kupfererzen.

Der Azurit ist sehr oft ein Bestandteil von Kupferpecherz und tritt auch je nach Fundort in Paragenese mit anderen Mineralen (z. B. Anglesit, Brochantit, Calcit, Chrysokoll, Dolomit, Smithsonit) auf.

Als wasserfreies Carbonat ist Azurit häufiger als andere Edelsteine auf. Für die Bildung ist sauerstoffreiches Wasser in Form von Sicker- oder Grundwasser notwendig, denn Azurit entsteht nur bei zeitgleicher Abgabe eines Kohlendioxidmoleküls. Azurit ähnelt von der Zusammensetzung her dem Malachit, immer wieder kann deshalb auch die Pseudomorphose von Malachit nach Azurit beobachtet werden.

Azurit kommt sehr häufig vor und ist an sehr vielen Fundorten zu finden. Laut Stand aus 2014 sind etwa 5.000 Fundorte bekannt. Im Altertum waren vor allem Andalusien, Armenien und Zypern Hauptabbaugebiete für den Azurit. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war in Europa Ungarn die wichtigste Abbauregion. Chessy bei Lyon (Frankreich), Mechernich (deutsche Vulkaneifel) sowie die Gruben bei Alghero (Sardinien) galten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Lieferanten für Azurit.

Neben seinem historischen Fundort Mechernich, wo der Azurit durch Sedimentation in den Buntsandsteinen ausgefällt wurde, kann das Mineral in Deutschland auch im Schwarzwald, im Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirge, im Spessart, im Harzgebirge, im Erzgebirge sowie im Odenwald gefunden werden.

Tsumeb in Namibia gilt aufgrund seiner außergewöhnliche Azuritfunde mit Kristallen einer Länge von bis zu 20 Zentimetern ebenfalls als bekannter Fundort. In Marokko (Touissit) wurden Kristalle mit bis zu 7 Zentimetern Länge gefunden. In der chinesischen Provinz Guangdong finden sich außerdem Kristallrosetten mit Durchmessern von bis zu 13 Zentimetern.

Weitere Vorkommen des Azurit finden sich außerdem in Österreich, in der Schweiz, in Afghanistan, in Argentinien, in Australien, in Brasilien, in Bolivien, in Chile, in Bulgarien, in der Demokratischen Republik Kongo (Zaire), im Iran, in Griechenland, in Japan, in Irland, in Kasachstan, in Kanada, auf Madagaskar, in Mexiko, in der Mongolei, in Norwegen, in Peru, auf den Philippinen, in Polen, in Portugal, in Russland, in Schweden, in Serbien, in Simbabwe, in Südafrika, in der Slowakei, in Tschechien, in der Türkei, in Ungarn sowie in den USA und im Vereinigten Königreich (UK).

Nicht an jedem Fundort ist der Abbau von Azurit sinnvoll oder von wirtschaftlicher Bedeutung. Für den Abbau sind Qualität und Größe des Vorkommens sowie Lage der Fundorte und die dort vorherrschenden Umweltbedingungen entscheidend.

Eigenschaften und Wirkungen des Azurits

Der Azurit wird dem monoklinen Kristallsystem zugeordnet, ist durchsichtig bis undurchsichtig und vollkommen spaltbar. Der Heilstein kommt in mehreren Farben von Blautönen vor, die von hellem bis tiefem dunklem Blau (Azurblau) über Nachtblau bis hin zu fast schwarz variieren können. Der Glanz des Azurits erinnert an das Aussehen von Glas.

Der Azurit – Wirkung und Anwendung als Heilstein

Der Azurit wird sehr oft in der Steinkunde als Heilstein angewandt. Er hat dabei sowohl auf den Körper als auch auf die Seele positive Wirkungen. Dabei sind die Möglichkeiten der Anwendung durchaus vielfältig.

Wirkung des Azurit als Heilstein auf den Körper

Der Azurit gilt als Heilstein für Knochen und Gelenke. Mit ihm wird ein gesundes Wachstum – vor allem natürlich bei Kindern und Jugendlichen – begleitet, gefördert und auch reguliert. Zudem regt der Azurit die Nerven- und Gehirntätigkeit an. Da er eine entgiftende Wirkung hat, wird auch die Arbeit der Leber angeregt und die Tätigkeit der Schilddrüse stimuliert.

Bei Entzündungen (z. B. Wunden, Entzündung der Gelenke) wirkt der Azurit positiv. Er stärkt das Reaktionsvermögen und gilt auch als wichtiger Heilstein bei Beschwerden wie Arthritis, der Milz oder auch einer Verkrümmung des Rückgrats. Er soll zudem die Heilung nach einem operativen Eingriff beschleunigen und den Kreislauf stärken.

Wirkung des Azurit als Heilstein auf die Seele

Der Azurit fördert die Fähigkeit, Kritik besser aufzunehmen und steigert Selbstvertrauen und Einfühlungsvermögen. Er erhöht die Kreativität, verbessert die Konzentration und Wahrnehmung sowie das Bewusstsein und den Verstand. In der Meditation – auf dem dritten Auge aufgelegt – wirkt er gegen Prüfungsangst und fördert die geistige Aufnahmefähigkeit.

Azurit fördert die geistige Kräfte ans Licht, erhöht den Tatendrang und die Entscheidungskraft und hilft dabei, etwas Geplantes zu beenden. Er hilft dabei gegen Hoffnungslosigkeit, Labilität und sein geringes Selbstbewusstsein. Sein Träger kann mit dem Azurit lernen, Prioritäten für anstehende Aufgaben zu setzen.

Weiterhin gilt der Azurit als Stein der Selbsterkenntnis, er trägt dazu bei, alte Gefühlsbande zu lockern und sich auf die Zukunft zu konzentrieren. In der Pubertät wirkt der Azurit bei Jugendlichen stabilisierend und sorgt für mehr Reife im neuen Lebensabschnitt. In verschiedenen Lebensphasen kann er Jugendliche vor Brutalität und Kriminalität bewahren und beseitigt das ständige Gefühl, von anderen – vor allem Erwachsenen – nicht verstanden zu werden.

Möglichkeiten der Anwendung des Azurits als Heilstein

Der Azurit lässt sich als Heilstein auf vielfältige Weise anwenden. Trommelsteine kommen dabei am häufigsten vor, da roher Azurit scharfe Bruchkanten aufweist. Entscheidend ist bei der Anwendung vor allem das angenehme Gefühl beim Hautkontakt.

Der Azurit in der Meditation

Der Azurit ist für die Meditation sehr gut geeignet, allerdings aufgrund seines Preises eher selten. In Form der entspannten Betrachtung ist eine Meditation mit Azurit sehr zu empfehlen. Die Regelmäßigkeit der Meditation mit Azurit in Verbindung mit einer langsamen Erhöhung der Meditationsdauer hat sich inzwischen sehr bewährt.

Wer den Azurit als ständigen Begleiter in der Steinkunde gewählt hat, kann davon ausgehen, dass dieser eine Meditation nicht behindert, auch wenn er getragen, aber nicht direkt für die Meditation eingesetzt wird.

Der Azurit im Steinkreis

Zwar ist der Azurit für die Verwendung im Steinkreis geeignet, aber auch hier aufgrund seines Preises eher selten zu finden. Azurit im Steinkreis gilt deshalb als „exotisch“.

Edelsteinwasser, Elixiere, Essenzen mit Azurit

In Edelsteinwasser, Essenzen oder Elixieren hat der Azurit nichts zu suchen, da er aufgrund seines hohen Anteils an Kupfer, der sich im Wasser löst, sehr giftig ist. Aus diesem Grund sollte der Azurit auch nicht in die Hände von Kleinkindern gelangen, welche diesen in den Mund stecken könnten.

Der Azurit – Die richtige Pflege

Aufgrund von Verunreinigungen durch Hautfett, Creme- und Kosmetikareste oder Schmutzpartikelchen sollte der Azurit regelmäßig gereinigt werden. Hierfür empfiehlt sich die Verwendung von handwarmem und möglichst kalkfreiem Wasser zur Vermeidung von Kalkablagerungen. Auf Zusätze wie Seifen oder Reinigungsmittel sollte verzichtet werden. Der Azurit muss nach der Reinigung sehr sorgfältig getrocknet werden. Hierfür eignet sich ein trockenes Tuch, welches nicht mit Weichspüler behandelt wurde. Damit wird der Azurit abgetupft. Der Azurit darf nicht geföhnt werden, der er ansonsten zerspringen kann.

Die Entladung sollte einmal im Monat und bei häufiger Nutzung einmal pro Woche unter fließendem Wasser oder in einer mit Hämatit-Trommelsteinen gefüllten Schale für etwa 6 Stunden erfolgen. Die Aufladung erfolgt bestenfalls in einer mit Bergkristall oder Amethyst gefüllten Ladeschale oder an einer Gruppe Bergkristall oder Amethyst. Eine Aufladung ist auch an der Sonne für eine Dauer von etwa 6 Stunden möglich.

Als sinnvoll erweist sich auch die gleichzeitige Ent- und Aufladung in einer mit Hämatit- und Bergkristall-Trommelsteinen gefüllten Universalladeschale für eine Dauer von etwa 6 Stunden.

Der Azurit – Zuordnung zu Chakren und Sternzeichen

Seine volle Wirkung entfaltet der Azurit als Heilstein durch Auflegen auf das Kronenchakra. Aber auch auf dem Dritten Auge (Stirnchakra) wirkt der Azurit.

Dem Steinbock ist der Azurit als Hauptstein zugeordnet. Für die Jungfrau ist er ein Nebenstein und hilft Jungfrau-Geborenen dabei, feste Strukturen aufzulösen und sich anderen Dingen zuzuwenden.

Der Azurit – Verwendung

In Europa wurde der Azurit lange Zeit als Pigment für die Herstellung von blauer Farbe genutzt. Etwa ab Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Verwendung als Pigment jedoch eingestellt, da es andere Stoffe für die Farbherstellung gab.

Der Azurit wird in der heutigen Zeit gern als Trommelstein, Handschmeichler, Anhänger oder auch Donut gearbeitet. Bei Sammlern ist der Azurit auch ein begehrtes Objekt.

Von wirtschaftlicher Bedeutung ist das Kupfererz nicht wirklich. Dennoch war der Azurit schon im alten Ägypten ein begehrter Schmuckstein. Aufgrund seiner Farbe und eines relativ hohen Preises wurde der Azurit vor allem in kunstvoll ausgemalten Handschriften im Mittelalter verwendet.

Manipulationen, Imitationen und Verwechslungen des Azurits

Für die kommerzielle Nutzung als Schmuckstein ist der Azurit mit einer Mohs’schen Härte von 3,5 bis 4 deutlich zu weich und empfindlich. Er ist porös und extrem gut spaltbar. Deshalb wird er für die Herstellung von Schmuck mit Kunststoff stabilisiert, wodurch auch sein Glanz erhöht wird. Bekannt sind außerdem Rekonstruktionen aus Azurit- und Malachitstaub (Verarbeitungsreste), durch welche vor allem der Azurit-Malachit nachgeahmt wird.

Verwechslungsgefahr besteht – je nach Form und Farbe (Trommelsteine, Mineralien, facettierter Schliff) – mit Steinen wie dem Apatit, dem Lapis Lazuli, dem Sodalith oder auch dem Dumortierit. In der Regel lässt sich nur von einem Fachmann feststellen, ob es sich um einen Azurit handelt.

Eine Sonderform: Der Azurit-Malachit

Beim Azurit-Malachit handelt es sich um ein Gemisch aus dem azurblauen Azurit und dem grünen Malachit. Diese Sonderform ist sehr begehrt, aber auch sehr selten. Aus diesem Grund wird er gern gefälscht und es werden Rekonstruktionen aus Azurit- und Malachitstaub hergestellt. Natürlich kommt der Azurit-Malachit nur in den USA (Arizona).

Überlieferungen zufolge soll der Azurit-Malachit bei den Indianern in Nordamerika ein Schutzstein der Erde gewesen sein und als Hüter von Mensch, Tier und Natur angesehen worden sein. Dem Glauben der Indianer nach war er die göttliche Verbindung zwischen Himmel und Erde, welche dafür sorgte, dass es immer wieder Wasser vom Himmel regnete. Die blaue Farbe stehe dabei für alles Leben im Wasser, die grüne Farbe für alles Leben an Land.

Wirkung des Azurit-Malachit

Der Azurit-Malachit vereint als Heilstein die Kräfte von Azurit und Malachit. Er bringt Gefühle und Verstand miteinander in Einklang, stärkt den Charakter und gleicht Gemütsschwankungen aus. Er kann zudem dabei helfen, Leid, Unglück und Schmerz zu überwinden und dabei auch innere Konflikte zu lösen. Der Azurit-Malachit fördert außerdem das Interesse an Mitmenschen und Umwelt, sorgt für Aufgeschlossenheit und Hilfsbereitschaft und steigert das Wohlbefinden.

Auf körperlicher Ebene wirkt der Azurit-Malachit vor allem entgiftend auf die Leber.

Pflege des Azurit-Malachit

Natürlich muss Azurit-Malachit regelmäßig gereinigt werden, da er beim Tragen mit Verunreinigungen wie Hautfett, Schmutzpartikelchen und Creme- sowie Kosmetikresten in Berührung kommt. Für die Reinigung eignet sich kalkfreies, handwarmes Wasser. Zusätze wie Seifen und Reinigungsmitteln sollten nicht verwendet werden.

Entladen wird der Azurit-Malachit sinnvollerweise über Nacht in einer Schale mit Hämatit-Trommelsteinen und das auch nur, wenn es am Körper nur noch zu einer schwachen Erwärmung des Heilsteins kommt. Die Aufladung kann einmal im Monat über Nacht mit einem Bergkristall erfolgen.

Die Zuordnung des Azurit-Malachit zu Chakren und Sternzeichen

Seine Wirkung entfaltet der Heilstein am besten durch Auflegen auf dem Halsschakra oder dem Dritten Auge (Stirnchakra).

Für das Sternzeichen Steinbock ist der Azurit-Malachit ein wichtiger Hauptstein, für im Sternzeichen Schütze Geborene ist er ein guter Ausgleichsstein.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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