Heilsteine

Der Dolomit – Heilstein der besonderen Art

Der Dolomit gehört zu den wasserfreien Carbonaten und ist ein Halbedelstein. Er kommt in verschiedensten Farben vor. Schon im Mittelalter wurde der Dolomit von Medizinern und Alchemisten als Heilstein in Pulverform angewandt. Anwendung findet der Dolomit neben dem Einsatz als Heilstein auch im Baubereich. In der Schmuckindustrie wird er aufgrund seiner geringen Härte weniger angewendet.

Der Dolomit – Herkunft und Geschichte

Dolomit war schon im Mittelalter bei Medizinern und Alchemisten als Heilstein bekannt. Als eigenständiges Mineral wurde er jedoch erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts durch den Schweizer Mineralogen H. B. de Saussure anerkannt. Benannt wurde der Dolomit nach dem französischen Mineralogen Déodat de Dolomieu. Der Dolomit kommt nicht nur als Mineral, sondern auch als Gestein vor und ist deshalb auch Namensgeber für die Dolomiten in Südtirol, welche aus dem dolomitreichen Sedimentgestein bestehen.

Im Mittelalter wurde der Dolomit zu Pulver zerrieben und von Medizinern bei der Heilung von Knochenkrankheiten sowie Hautausschlägen eingesetzt. Aufgrund seines Gehalts an Magnesium wird der Dolomit auch heute noch häufig in der Medizin angewandt. Abgebaut wird das Mineral vor allem zur Gewinnung von Magnesiumsalzen.

Zudem ist der Dolomit auch in der Industrie zu finden und hier nicht mehr weg zu denken. So wird er verwendet, um feuerfeste Baumaterialien, Glasuren für Porzellan oder Glas sowie Düngemittel herzustellen.

Der Dolomit – Synonyme und Varietäten

Der Dolomit ist auch unter den Synonymen Bitterspat, Braunspat, Dolomitspat, Kalktalktspat, Perlspat, Rauchkalk, Rauhkalk und Rautenspat bekannt.

Zudem sind folgende Varietäten des Dolomits bekannt:

  • beiger Dolomit
  • gebänderter Dolomit
  • Dolomit mit Pyrit
  • oranger Dolomit
  • weißer Dolomit

Der Dolomit – Vorkommen und Entstehung

Der Dolomit entsteht durch die Wechselwirkung von magnesiumhaltigen Lösungen mit Kalkstein oder Kalzit-Sedimenten wie Riffkalkstein. Auch allein in sehr magnesiumreichem Wasser oder gemeinsam mit Sulfiderzen (z. B. Bleiglanz, Zinkblende) kann der Dolomit auftreten.

Der Dolomit besteht vorrangig aus Kalzium und Magnesium und wird in die Mineralklasse der Carbonate eingeordnet. Zusätzlich können dem Dolomit andere Mineralstoffe wie Blei, Eisen, Mangan, Schwefel und Zinn in geringen Mengen beigefügt sein. Dolomit ähnelt dem Calcit stark, enthält jedoch deutlich mehr Magnesium.

Meist handelt es sich beim Dolomit um ein Ausfällungsprodukt von magnesium- und kalziumreichem Meerwasser. Derartige Voraussetzungen sind jedoch sehr selten, denn es müssen hypersaline Wasserbedingungen, hohe Verdunstungsraten und anaerobe Mikroorganismen vorhanden sein. Dolomit bildet sich alternativ auch hydrothermal in kalkreichen Gängen. Die sekundäre Entstehung erfolgt durch die nachträgliche Zufuhr von Magnesium-Ionen in kalkhaltigen Gesteinen oder Mineralen.

Vom Brenner, vom Greiner und vom Sankt Gotthard in den Tiroler Alpen sowie aus Traversella im italienischen Piemont stammen die schönsten Dolomitkristalle. Weitere Vorkommen finden sich in Deutschland, Brasilien, Rumänien, in der Slowakei, in Spanien, in Tschechien, auf Grönland, in England, in Schottland, in Frankreich, in Österreich, in Kroatien, in Afrika, im Iran, in Indien, in China, in Australien und Neuseeland, in Südamerika, in Mexiko, in Kanada, in den USA, in Ungarn oder auch in Griechenland.

Eigenschaften des Dolomits

Der Dolomit ist üblicherweise in den Farben weiß oder auch weißgrau bis hellbraun zu finden. Doch auch Farben wie grünweiß, rosarot, pink, rot, grün, braun oder schwarz können – je nach Beimengungen – vorkommen. Der Dolomit ist dabei transparent bis durchscheinend.

Verglichen mit anderen Carbonaten kann er nur sehr schwer von Säuren angegriffen werden, die Reaktionsgeschwindigkeit mit Säure liegt bei weniger als einem Tausendstel (im Vergleich mit Calcit). Das liegt an der geringen Größe des Magnesium-Ions gegenüber dem Kalzium-Ion. Eine Reaktion zeigt sich erst bei warmer Salzsäure. Wird Dolomit in Schwefelsäure aufgelöst, entsteht in äquivalenten Mengen Gips und auch wasserlösliches Magnesiumsulfat (Bittersalz).

Dolomit weist eine Mohs’sche Härte von 3,5 bis 4 auf und ist somit sehr weich. Außerdem ist er sehr spröde und zeigt eine zum Teil vielfarbige Fluoreszenz in Farben wie weiß, orange, braun und grün. Das Mineral kristallisiert im trigonalen Kristallsystem und entwickelt dabei rhomboedrische Kristalle oder massige Aggregate.

Der Dolomit – Wirkung und Anwendung als Heilstein

Schon im Mittelalter wurde der Dolomit als Heilstein in Pulverform sehr gern eingesetzt. Er zeigt sowohl auf den Körper als auch auf die Seele verschiedenste Heilwirkungen. Die Wirkung der jeweiligen Varietäten auf die Seele ist dabei zwar in der Regel ähnlich, dennoch gibt es einige Unterschiede. Möglichkeiten der Anwendung des Dolomits als Heilstein gibt es dabei viele.

Wirkung des Dolomits auf den Körper

Dolomit ist sehr hilfreich bei Problemen mit Muskeln, Gelenken und Knochen. So hilft er beispielsweise gegen Muskelkater, bei Krämpfen sowie Knochenerkrankungen. Weiterhin hilft der Dolomit gegen Magen- und Darmbeschwerden, stabilisiert das Herz-Kreislauf-System, reguliert den Stoffwechsel (auch den Kalzium- und Magnesiumstoffwechsel), versorgt die Lunge mit Sauerstoff und reguliert den Säure-Basen-Haushalt (hilft auch gegen Sodbrennen).

Zudem lindert der Dolomit Erkrankungen der Haut (z. B. auch Infektionen durch Pilze), wirkt sich auf den Hormonhaushalt bei Frauen und Männern aus und hat eine stark reinigende Wirkung.

Wirkung des Dolomits auf die Seele

Der Dolomit beschert im Allgemeinen Freude und fördert dabei die zufriedene und positive Einstellung zum Leben. Er trägt dazu bei, sich selbst zu verwirklichen, wirkt ausgleichend auf das Gemüt und kann mehr Sensibilität verleihen. Zudem hilft er bei Gefühlsausbrüchen und wirkt unterstützend dabei, Aufgaben zu bewältigen und Ziele, Wünsche und Bedürfnisse zu erreichen und auszuleben.

Die einzelnen Varietäten haben noch weitere Wirkungen als Heilstein auf die Seele.

Wirkung des beigen Dolomits

Durch den beigen Dolomit erhält sein Träger mehr Geduld und Zufriedenheit, außerdem schenkt er Gelassenheit und fördert handlungsorientiertes Denken. So hilft der beige Dolomit dabei, Probleme besser zu lösen.

Wirkung des gebänderten Dolomits

Durch den gebänderten Dolomit werden Gefühlsausbrüche gemildert, er verleiht mehr Stabilität und hilft als Heilstein außerdem bei der Verbesserung der eigenen Fähigkeiten.

Wirkung des Dolomit mit Pyrit

Der Dolomit mit Pyrit hilft bei der Verbesserung der eigenen Fähigkeiten und trägt dazu bei, Schwächen in Stärken umzuwandeln. Er wirkt als Heilstein außerdem positiv auf das Gemüt.

Wirkung des orangen Dolomits

Der orange Dolomit hat als Heilstein eine aufbauende und auch aufmunternde Wirkung. Er schenkt seinem Träger Freude, kann ausgleichend auf Stimmungsschwankungen wirken und sorgt für eine Stärkung der eigenen Fähigkeiten.

Wirkung des weißen Dolomits

Mit Hilfe des weißen Dolomits werden der Verstand und auch die Zielstrebigkeit gefördert. Er trägt zur Selbstfindung bei und verleiht Stabilität sowie Ausgeglichenheit.

Möglichkeiten der Anwendung des Dolomits

Die Anwendungsmöglichkeiten des Dolomits sind sehr vielfältig. Entscheidend ist der direkte Kontakt mit der Haut und ein dadurch entstehendes angenehmes Gefühl. Geeignet sind vor allem Trommelsteine, denn rohes Material weist scharfe Bruchkanten auf. Seine Wirkung als Heilstein entfaltet der Dolomit durch Auflage direkt auf betroffene Stellen am besten.

Der Dolomit wird auch gern in Steinkreisen und zur Meditation verwendet.

Er eignet sich auch zur Herstellung von Edelsteinwasser, Essenzen und Elixieren und weist dabei eine milde Wirkung auf. Dolomitwasser kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden. Am besten wird das Dolomitwasser mit einem Liter Wasser und einigen 2 bis 3 cm großen Trommelsteinen über Nacht in einem Glaskrug angesetzt. Wer sich bei der Herstellung unsicher ist, sollte diese einem Fachmann (z. B. einem Heilpraktiker) überlassen.

Auch in der Massage findet der Dolomit Anwendung. Hier kann er als Massagegriffel zur Bearbeitung der gewünschte Bereiche des Körpers oder auch als flacher Massagestein verwendet werden.

Der Dolomit – Die richtige Pflege

Wird der Dolomit direkt auf der Haut getragen, kommt er unweigerlich mit unterschiedlichen Verunreinigungen durch Schmutzpartikel, Hautfett sowie Creme- und Kosmetikreste in Berührung. Zur Reinigung empfiehlt sich die Verwendung von handwarmem und möglichst kalkfreien Wasser (z. B. sehr sauberes Regenwasser), um Ablagerungen von Kalk zu vermeiden. Von der Verwendung von Zusätzen wie Seifen oder Reinigungsmitteln wird abgeraten. Die Reinigung sollte etwa alle 14 Tage, bei häufiger Nutzung öfter erfolgen.

Um die aufgenommenen negativen Energien zu beseitigen, sollte der Dolomit am besten über Nacht in einer mit Hämatit-Trommelsteinen gefüllten Schale entladen werden. Die Aufladung kann an der Sonne erfolgen. Alternativ ist sie auch mit Hilfe von Bergkristall möglich. Wird er mit Bergkristall aufgeladen, ist eine Dauer von einer Stunde bereits ausreichend.

Der Dolomit – Zuordnung zu Chakren und Sternzeichen

Der Dolomit wird dem Sternzeichen Schütze als Ausgleichsstein zugeordnet. Für Menschen, die in den Sternzeichen Widder und Stier geboren sind, gilt er in der Astrologie als Geburtsstein.

Alle Dolomit-Varietäten entfalten ihre Wirkungen als Heilstein vor allem durch Auflegen auf die Nebenchakren Stirn, Bauchnabel, zwischen den Brüsten sowie an den Gelenken. Gerade in der Meditation sorgt er hier für Ausgeglichenheit der Seele und bewahrt den Anwender vor einem zu geringen Selbstwertgefühl.

Der Dolomit – Möglichkeiten der Verwendung

Der Dolomit wird in der Regel als Rohstoff und nur sehr selten auch als Schmuckstein verwendet.

Verwendung als Rohstoff

Dolomitgestein wird vorrangig als Mauerstein, Pflasterstein, für Bodenplatten, für Mauerabdeckungen, für Trittstufen, als Wasserbaustein, als Gestaltungsstein sowie in der Betonindustrie in Form von Edelsplitten eingesetzt. Außerdem kommt er in Baumaterial vor, ist ein Bestandteil in speziellen Zementen, wird bei der Herstellung von Stahl eingesetzt, dient zur Kalkung und findet auch in der Glasindustrie als Rohstoff Anwendung.

In der Wassertechnik ist der Dolomit ein Filtermaterial und für die Herstellung von Magno ist er ein Ausgangsstoff. In Tschernobyl wurde der Unglücksreaktor im Übrigen auch mit Dolomit zugeschüttet.

Verwendung als Schmuckstein

In der Schmuckindustrie kommt der Dolomit nur sehr selten zum Einsatz, da er aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften wir geringer Härte und extremer Spaltparkeit sehr empfindlich ist. Dennoch sind immer wieder auch Schmuckstücke mit dem Dolomit im Handel zu finden.

Für die Verwendung als Schmuckstein kommen oft Trommelsteine oder Steine mit facettiertem Schliff oder auch im Cabochon-Schliff vor. Es empfiehlt sich aufgrund der hohen Empfindlichkeit, die Dolomit-Steine gut einzufassen, damit sie vor Beschädigung oder gar Zerstörung besser geschützt sind. Beim Umgang mit Schmuck, der Dolomit enthält, ist also Vorsicht geboten.

Fälschungen und Verwechslungen des Dolomits

Aus optischer Sicht kann der Dolomit leicht mit dem sehr ähnlich aussehenden Calcit verwechselt werden. Eine Verwechslung lässt sich jedoch schnell mit Salzsäure ausschließen, da sich Dolomit in dieser deutlich langsamer löst, als Calcit.

Fälschungen des Dolomits sind bislang nicht bekannt. Aufgrund seiner Floureszenz und seines Pleochroismus sind Fälschungen auch recht schwierig.

Der Dolomit – Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform

Dolomit findet inzwischen auch in der Nahrungsergänzung Anwendung. Als Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform sorgt es dafür, dass wir ausreichend mit Kalzium und auch Magnesium versorgt werden.

Man mag meinen, dass man sich in der heutigen Zeit durchaus gesund mit den Produkten im Lebensmittelhandel ernähren kann. Allerdings kann es dennoch aufgrund der überdüngten und ausgelaugten Böden sowie der zum Teil genetischen Überzüchtung der Pflanzen unter einem Mangel an Kalzium und Magnesium leiden. Das bestätigen auch Mediziner und Ernährungsspezialisten. In einer Studie der Justus-Liebig-Universität in Gießen wurde mit 55 Probanden festgestellt, dass die tatsächliche Aufnahme von Magnesium bei normaler Mischkost (Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch) um 18 Prozent geringer ausfällt, als es die aktuell gültige Nährwerttabelle besagt. Diese 18 Prozent an Magnesium fehlen, denn sie waren in den Lebensmitteln einfach nicht mehr vorhanden. Somit konnten die 55 erwachsenen Probanden nicht die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene tägliche Menge von 300 bzw. 350 mg Magnesium aufnehmen. Schon nach 4 Wochen kam es zu akuten Mangelerscheinungen.

Der Studie zufolge ist durch eine Umstellung der Ernährung auf Vollwertkost sowie eine zusätzliche Einnahme von kalzium- und magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln mit guter Bioverfügbarkeit ausreichend, um die empfohlenen Mengen an Kalzium und Magnesium erreichen zu können.

Mediziner konnten dabei feststellen, dass die natürliche Quelle Dolomit zu den besten biogenen Kalzium- und Magnesiumquellen mit einer guten Bioverfügbarkeit gehört und zudem auch im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Die Forschungen zu Dolomitpulver als Nahrungsergänzung endeten sogar in einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der NASA.

Das Dolomitpulver sorgt dabei auch für einen Anti-Aging-Effekt, denn in einer solchen Nahrungsergänzung sind pflanzlich gebundene ultraraffiniert vermahlene Vulkanmineralien, die Bindegewebe, Haut und Haar unterstützen. Und nicht nur das: Auch der Fettstoffwechsel wird angekurbelt und das Immunsystem gestärkt. Pulver aus Dolomit gilt als natürlicher Jungbrunnen und ist aus dem Bereich der Nahrungsergänzung nicht mehr weg zu denken.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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