Heilsteine

Der Hämatit – Metallstein mit besonderer Wirkkraft

Der Hämatit ist ein Mineral, welches auch als Eisenglanz bezeichnet wird. Diese Bezeichnung hat es aufgrund seiner metallischen Erscheinung erhalten. In früheren Zeiten wurde der Heilstein auch als Spiegelstein bezeichnet. Der Hämatit gilt für das Blut als ein wichtiger Schutzstein.

Der Hämatit – Herkunft und Geschichte

Der Name Hämatit kommt aus dem Griechischen („haemateios“) und bedeutet auf deutsch so viel wie „blutig“. Diese Beschreibung lässt sich darauf zurückführen, dass sich das Schleifwasser des Hämatits blutrot färbt. Irreführend ist jedoch das deutsche Synonym „Blutstein“, welches ins Englische übersetzt „Bloodstone“ heißt und eigentlich den Heliotrop bezeichnet.

Als roter Farbstoff wird der Hämatit schon seit der Alterssteinzeit genutzt. Auch zur Blutstillung wird der Heilstein alten Überlieferungen zufolge seit jeher eingesetzt. Er fördert außerdem die Heilung von Wunden und die Bildung des Blutes. In der Antike wurde der Hämatit aufgrund seiner Erscheinung auch als Spiegelstein (Specularit) bezeichnet). Er wurde deshalb auch gern als Spiegel genutzt. Bei den alten Ägyptern galt der Hämatit als begehrter Schmuckstein, er wurde außerdem zur Herstellung von wertvollen Kunstgegenständen verwendet. Seinen typischen metallischen Glanz zeigt der Hämatit vor allem im polierten Zustand. Der Hämatit ist jedoch sehr spröde und empfindlich gegenüber Hitze, Salzen und Säuren. Auf der Haut getragen kann er somit auch recht schnell oxidieren. Hämatit wurde sogar auf dem Mars entdeckt, was ein Beleg für einstige Wasservorkommen auf dem Planeten ist.

Bekannt ist der Hämatit auch als Eisenglanz, Glanzeisenerz, Roteisensein, Schwarzer Diamant oder Spiegelerz. Es sind allerdings noch viele weitere Synonyme für den Hämatit bekannt.

Der Hämatit – Die Varietäten

Der vielseitige Heilstein Hämatit hat verschiedene Varietäten. Diese sind:

  • der gebänderte Hämatit
  • der Hämatit mit Magnetit
  • der rote Glaskopf

Der gebänderte Hämatit

Der gebänderte Hämatit spendet Mut, schenkt Lebensfreude und Lebenskraft und verhilft außerdem zu mehr Durchsetzungsvermögen. Dank erhöhter Spontaneität, Entspannung, Selbständigkeit und auch Entschlossenheit kann den eigenen Bedürfnissen deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Auch Ziele lassen sich so besser verfolgen. Dadurch verbessert sich auch die Lebensqualität. Zudem wendet der gebänderte Hämatit Unglück und negative Einflüsse von seinem Träger ab. Kraftreserven werden durch ihn geöffnet, bei der Erkennung von psychisch bedingten Organschäden ist er ebenfalls hilfreich.

Der Hämatit mit Magnetit

Der Hämatit mit Magnetit schenkt Lebenskraft und Lebensfreude und spendet außerdem Mut. Eigene Ziele können mit ihm besser verfolgt werden und die Aufmerksamkeit für die eigenen Bedürfnisse steigt aufgrund von mehr Entschlossenheit, Spontaneität, Entspannung und Selbständigkeit. Die Lebensqualität wird verbessert, Unglück und negative Einflüsse werden abgewendet und Kraftreserven geöffnet. Psychisch bedingte Organschäden können mit Hilfe des Hämatits mit Magnetit ebenfalls aufgedeckt werden.

Der rote Glaskopf

Der rote Glaskopf spendet ebenfalls Mut, Lebensfreude und Lebenskraft. Mehr Spontaneität, Entschlossenheit, Selbständigkeit und Entspannung tragen zu einer verbesserten Aufmerksamkeit für eigene Bedürfnisse bei, auch die eigenen Ziele lassen sich dadurch wesentlich besser verfolgen. Die Lebensqualität steigt somit, Unglück und negative Einflüsse werden abgewendet. Kraftreserven öffnen sich ebenfalls leichter. Liegen psychisch bedinge Störungen der Organe vor, kann der rote Glaskopf diese ebenfalls aufdecken.

Der Hämatit – Vorkommen und Entstehung

Der Hämatit kommt entweder als Gangmineral oder in sedimentären Lagerstätten vor. Dabei sorgt er für die rote Färbung vieler Gesteinsarten. Als Begleitminerale sind Magnetit, Rutil, Pyrit, Goethit, Siderit, Ilmenit oder auch Lepidokrokit möglich. Hämatit bildet sich dabei aus Magma, durch Oxidation von Magnesit oder auch durch die Verwitterung in der Oxidationszone von Erzlagerstätten. Eine Umwandlung aus Limonit ist durch den Verlust von Wasser und dadurch bedingtes langsames Aushärten ebenfalls möglich. Hämatit ist dabei dem trigonalen Kristallsystem zugeordnet und bildet dichte Massen. Es weist eine anthrazitgraue Farbe mit Metallglanz auf, Rohsteine sind rotbraun bis grauschwarz.

Der Hämatit kommt sehr häufig vor und ist vor allem in Ländern wie Brasilien, Ägypten, Argentinien, Australien, Bolivien, Chile, Deutschland, Equador, Finnland, Griechenland, Grönland, Indien, Japan, Kanada, Kolumbien, Madagaskar, Russland, Türkei oder auch in den USA zu finden. Es gibt aber weltweit noch deutlich mehr Ländern, in denen Hämatit vorkommt.

Der Hämatit – Wirkung und Anwendung

Der Hämatit gilt bereits seit der Antike als ein wichtiger Schutz- und Heilstein. Er hat sowohl auf den Körper als auch auf die Seele des Menschen verschiedene positive Wirkungen.

Massage mit dem Hämatit

Der Hämatit eignet sich gut für die Massage. Dabei ist jedoch zu beachten, dass mit dem Heilstein nicht über offene Wunden oder entzündete Stellen massiert werden soll. Der Hämatit eignet sich zur Kontakt-, Druckpunkt- sowie Palpationsmassage.

Wirkung des Hämatits auf den menschlichen Körper

Auf den Körper hat der Hämatit folgende Wirkungen:

  • Einsatz bei der Behandlung von Problemen mit dem Kreislauf
  • Einsatz bei der Reinigung des Blutes
  • Positive Wirkung auf den Aufbau von Blut und Zellen
  • Heilung von Wunden (Förderung der Wundheilung)
  • Hilft gegen Verspannungen
  • Beugt Eisenmangel vor
  • Lindert Beschwerden während der Menstruation
  • Hilft gegen Krampfadern und bei Verengung der Gefäße
  • Hilft gegen Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafen)
  • Stärkt innere Organe wie Leber, Lunge, Milz und Nieren
  • Hilft gegen Beschwerden der Augen

Wirkung des Hämatits auf die menschliche Seele

Als Heilstein entfaltet der Hämatit folgende Wirkungen auf die Psyche des Menschen:

  • Aktivierung von Willens- und Tatkraft
  • Förderung von Dynamik und Vitalität
  • Ein- und Durchschlafen wird erleichtert
  • Förderung von Mut, Entschlusskraft und Spontaneität
  • Förderung der Selbständigkeit
  • Sorgt für Unbeschwertheit und zielbewusstes Handeln
  • Lindert seelische Verspannungen
  • Magnetische Blockaden können gelöst werden

Möglichkeiten der Anwendung des Hämatits

Für den Hämatit gibt es vielfältige Möglichkeiten der Anwendung. Diese sind:

  • direkter Hautkontakt (z. B. als Anhänger, Kette)
  • Auflegen des Steins (z. B. Trommelsteine)
  • Unter das Kopfkissen legen
  • Als Edelsteinwasser auf nüchternen Magen (z. B. bei Eisenmangel)
  • Nutzung zur Entladung und Reinigung anderer Heilsteine

Der Hämatit kann auch als Rohstein, Obelisk, Donut oder Pyramide eingesetzt werden.

Der Hämatit als Trommelstein – günstig und dennoch wertvoll

Trommelsteine werden in der Regel als Handschmeichler verwendet. Die Auswahl ist sehr groß, so dass es eines gewissen Maßes an Entschlussfreude bedarf, einen Trommelstein zu kaufen.

Hämatit-Trommelsteine sind sehr begehrt. Sie wirken edel und mystisch. Und sie ziehen ihren Träger schnell in ihren Bann. Der Heil- und Schmuckstein Hämatit kommt sehr häufig vor und ist somit fast überall erhältlich. Dabei ist der Hämatit ein vergleichsweise günstiger Stein, der dennoch sehr wertvoll ist.

Der Hämatit – Der Stein zum Entladen anderer Steine

Der Hämatit ist ein stark leitfähiger Edelstein, der sich hervorragend zur Entladung anderer Heilsteine eignet. Er nimmt die Energie anderer Edelsteine sehr gut auf, so genannte Bäder in Hämatit-Steinen sind aufgrund seiner wasserähnlichen Eigenschaften optimal geeignet. Dabei gilt: Größere Steine werden für eine Dauer von bis zu einem Tag, kleine Steine nicht länger als 16 Stunden mit Hämatit entladen.

Der Vorteil des Hämatits: Auch Heilsteine, die mit Wasser nicht in Berührung kommen dürfen, können dank des Hämatits entladen werden. Zwar ist diese Methode der Entladung etwas zeitaufwendig, da auch der Hämatit selbst entladen werden muss, allerdings ist es eine gute Alternative.

Der Hämatit – Rückblick auf eine lange Geschichte

Der Hämatit schaut auf eine sehr lange Geschichte zurück. Seit mehr als 80.000 Jahren ist er Teil der Entwicklung der Menschheit. Ohne den Hämatit würde es die Zivilisation, wie wir sie heute kennen, vermutlich nicht geben.

Bis heute gilt der Hämatit bei den Navaho-Indianern aus Arizona als heiliger Stein. Hämatit wird hier als rotes Farbpigment genutzt, die von den Navaho-Indianern gefertigten Körbe gelten noch heute als sehr hochwertig, zumal jeder Korb ein Einzelstück ist. Ein solcher Korb kann schnell mehr als tausend Dollar kosten und gilt dann als Wertanlage.

Auch bei Leonardo da Vinci kam der Hämatit zum Einsatz. Sein Selbstbildnis wurde mit Farben auf Hämatit-Basis gemalt.

In der Höhlenmalerei fand der Hämatit schon vor 40.000 Jahren Anwendung. Der bekannte Stier in Altamira (Spanien) entstand vor etwa 15.000 Jahren und wurde ebenfalls mit Farben auf Hämatit-Basis gemalt. Dank des Hämatits können somit auch in der heutigen Zeit die Kunstwerke der Neandertaler bewundert werden.

Die alten Ägypter schnitten aus dem Hämatit Skarabäen und noch weitere Kunstgegenstände. Als Friedensstein oder als „Leuchtender Stein“ wurde der Hämatit regelrecht verehrt und galt auch als beliebte Grabbeigabe.

Der Hämatit – Chakren, Sternzeichen und Planeten

Der Hämatit kann verschiedenen Chakren, Sternzeichen und auch Planeten zugeordnet werden.

Sternzeichen des Hämatits

Für den Skorpion ist der Hämatit ein wichtiger Hauptstein, er schenkt ihm Gelassenheit sowie die Fähigkeit, Kompromisse leichter einzugehen. Für die Sternzeichen Widder und Jungfrau gilt der Hämatit als wichtiger Nebenstein. Er holt dabei den Widder auf den Boden der Tatsachen zurück und hilft der Jungfrau in schweren Zeiten und bei Stress.

Chakren des Hämatits

Seine Wirkung entfaltet der Hämatit als Heilstein durch das Ausstrahlen von Wärme und Ruhe vor allem auf dem Wurzelchakra.

Der Hämatit als Planetenstein

Der Hämatit wird den Planeten Mars und Pluto als Planetenstein zugeordnet.

Der Hämatit – Die richtige Pflege des Heilsteins

Eisen – und somit natürlich auch der Hämatit – hat einen „natürlichen“ Feind: Das Wasser!

Mit Wasser sollte der Hämatit deshalb auch nur bei der Herstellung von Heilsteinwasser in Verbindung kommen.

Zur Entladung des Hämatits ist ein Kristallbad wesentlich besser geeignet, welche im besten Fall in einer mit etwa Fingernagel großen Trommelsteinchen aus Bergkristall gefüllten Glasschale erfolgt. Schlechte Strahlen werden dem Hämatit so entzogen. Mit Hilfe der Bergkristalle wird der Hämatit dabei gleichzeitig auch wieder aufgeladen.

Der Hämatit – Möglichkeiten der Verwendung

Der Hämatit gilt aufgrund seines hohen Gehalts an Eisen von 70 Prozent als eines der wichtigsten Eisenerze. Der Hämatit findet dabei vielfältige Verwendung neben seinem Einsatz als Heilstein. So wird er unter anderem als Poliermittel und aufgrund seiner hohen Reflektivität auch als Spiegel verwendet. Auch as Korrosionsschutz wird er in Form kleiner, feiner und flacher kristalliner Plättchen als Deckanstrich in einer Lack-Matrix eingesetzt. Dadurch kann der Korrosionsschutz für mehr als 25 Jahre bestehen, weshalb Hämatit auch bei Anstrichen von Brücken, Laternen und Strommasten zum Einsatz kommt.

Verwendung als Pigment

Der Hämatit gilt als ungiftiges und damit wichtiges Pigment. Es wurde in der Altsteinzeit bereits zur Bemalung des Körpers und bei der Malerei in Höhlen genutzt, die „Himba“ in Namibia nutzen es auch heute noch zur Körperpflege.

Um im künstlerischen Bereich eingesetzt werden zu können, wird der Hämatit meist gepresst. Entweder werden die gepressten Stangen unbehandelt genutzt oder als Stiftminen verwendet. Die so genannten Rötelstifte sind weich und färben gut, weshalb sie für Zeichnungen und Skizzen gern genutzt werden. Auch für die Bemalung von Keramiken sowie auch zum Einfärben von Knüpffäden für Teppiche wird Hämatit-Pigment verwendet. Im Bereich der Fotografie erfolgt die Verwendung von Rötel zur Retusche von großformatigen Negativen und auch Positiven, denn es lässt sich leicht abwaschen und trocknet lichtundurchlässig auf.

Der Hämatit als Schmuckstein

Der Hämatit ist auch als Schmuckstein sehr beliebt. Nach entsprechender Politur fällt er vor allem durch seinen starken metallischen Glanz auf. Verwendung findet der Stein entweder in facettierter Form oder als Cabochon (unfaccetierte, ovale oder runde Form des Schliffs) für Schmuckwaren. Auch in kleinen Skulpturen wird der Hämatit gern verarbeitet.

Der Hämatit ist allerdings gegenüber Hitze, Säuren und Salzen sehr empfindlich und kann beim Tragen auf der Haut leicht zersetzt werden. Außerdem ist er spröde und deshalb sehr leicht brüchig.

Imitationen und Manipulationen für die Verwendung in der Schmuckindustrie

Im Schmuckhandel sind Manipulationen und Imitationen mit der Bezeichnung „Hämatin“ (Hematine) durchaus üblich. Es handelt sich dabei um eine Art Rekonstruktion aus gesintertem und pulverisiertem Eisenoxid. Laut CIBJO muss rekonstruierter Hämatit allerdings auch entsprechend bezeichnet werden. Den entscheidenden Unterschied macht dabei schon der letzte Buchstabe („n“ oder „t“). Um zu überprüfen, ob es sich tatsächlich um einen Hämatit handelt, ist ein Test auf magnetisches Verhalten durchaus sinnvoll.

Mögliche Verwechslungen des Hämatits

Der Hämatit wird oft mit dem Onyx, mit dem Magnetit, mit dem Obsidian oder auch mit dem Bronzit verwechselt. Verwechslungen aufgrund der äußeren Erscheinung sind auch mit dem Davidit, dem Kassiterit und dem Pyrolusit möglich.

Der Hämatit und Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen schenkte dem Hämatit keine wesentliche Bedeutung als Heilstein in ihren Schriften. Sein Stellenwert als Schutzstein ist vor allem in europäischen Breitengraden vermutlich auf seine Ähnlichkeit mit dem Onyx zurückzuführen. Diesen hat die Äbtissin Hildegard von Bingen als Schutzstein beschrieben.

Der Hämatit – Funde auf dem Mars

Von der Marssonde „Mars Rover Spirit“ wurde im Januar des Jahres 2014 auf dem Planeten Mars Hämatit entdeckt.

Den sensationellen Fund machte die NASA auf einer Wüste aus Basaltbrocken nach der Columbia Hills. Genannt wurde das erodierte Basalt-Gestein mit Hämatit „Pot of Gold“ (zu deutsch: Goldschatz). Eine weitere Entdeckung von Hämatit machte der zweite Rover „Opportunity“ auf der Meridiani Ebene. Die Funde lassen sich darauf zurückführen, dass auf dem Mars vermutlich einmal Wasser vorhanden war.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
» Zum Produkt