Heilsteine

Jade Heilstein und Schmuckstein mit mystischer Kraft

Die Jade ist wohl einer der bemerkenswertesten Edelsteine. Ihm wird nicht nur eine kulturhistorische Bedeutung zugeschrieben, auch seine Wirkung als Heilstein ist sehr vielfältig. Die Jade übt dabei schon seit vielen tausenden von Jahren eine ganz besondere Kraft der Anziehung auf den Menschen aus.

Der Jade Heilstein – Herkunft und Geschichte

Seinen Ursprung hat der Name „Jade“ von den Spaniern, welche das Mineral zum ersten Mal in Mittelamerika kennen lernten. Sie nannten es „pietra de ijada“ (zu deutsch: Lenden- bzw. Nierenstein). Den Namen erhielt die Jade weil die Ureinwohner von Mittelamerika die Jade als Heilstein bei Erkrankungen der Nieren verwendeten. Durch die Franzosen wurde der Ausdruck als „l’ ejade“ übernommen, woraus im 17. Jahrhundert „le jade“ gebildet wurde. In der Umgangssprache war die Jade auch als „Lapis nephriticus“ (Nierenstein) bekannt.

Die Jade gilt als einer der ältesten Kultsteine, weltweit spielt sie in so gut wie jeder Kultur eine Rolle. Schon in der Altsteinzeit wurden aus dem Stein erste Kunstobjekte gefertigt. In China, einem Land mit sehr großen Vorkommen an Jade, entwickelte sich eine regelrechte Kultur um den Edelstein. Jade gilt als eines der zähesten Materialien auf der Welt und kann deshalb nur mit Diamanten geschliffen werden. Der einzigartige Glanz des Edel- und Heilsteins entsteht nur durch sehr sorgfältiges Polieren.

Überlieferungen zufolge ist die Jade ein Symbol für die fünf Haupttugenden Gerechtigkeit, Weisheit, Mut, Barmherzigkeit und Bescheidenheit. In China erhielten sehr herausragende Persönlichkeiten sogar den Titel „Jadekaiser“. Jade galt als Vermittler von Langlebigkeit und sogar Unsterblichkeit und wurde in das Yin-Yang-System eingebunden. In der chinesischen Kultur steht die Jade für das Weibliche, für die Natur und für die Schönheit. In China wird der Stein deshalb auch heute noch als Glücksbringer verehrt und natürlich auch für seine heilenden Kräfte geschätzt.

Aber nicht nur in China gilt die Jade als magischer Stein. Auch in anderen Kulturen wird sie für ihre Kräfte verehrt. Unter anderem ist sie eine wichtige Grabbeilage und gilt auch als Schutz vor bösen Geistern. Sogar in Mittelamerika wurde die Jade als Heilstein oder auch für Opfergaben sowie als Götterattribut verwendet und hatte somit einen besonderen Stellenwert.

Als wertvollste Varietät der Jade gilt der smaragdgrüne Jadestein, der auch als Kaiserjade oder Imperialjade bekannt ist. Sen Wert ist mit dem Wert von Gold vergleichbar.

Der Jade und seine Bedeutung in China und Mittelamerika

Bereits in der Steinzeit hat Jade den Menschen als Schmuck- und Heilstein in seinen Bann gezogen. Seine bezaubernde Schönheit verleiht dem sagenumwogenen Stein Mystik, Zauber und Kraft.

Schon etwa 3.000 v. Chr. erfolgte in China die Erhebung des Edelsteins zum königlichen Prunkstück. Neben wertvollem Schmuck wurden aus Jade auch Waffen und Kultfiguren gefertigt, die einen unschätzbaren Wert hatten. Der Jade stand dabei für Ruhm sowie das Kostbare und Schöne.

Nicht nur in China, sondern auch in Mittelamerika, galt der Jade als Heilsbringer in der mittelalterlichen Naturmedizin.

Auch in der Esoterik gewann der Jade zunehmend an Bedeutung. Der Jade gilt als Stein der Freundschaft und Liebe, der Ausgeglichenheit, der inneren Ruhe und der Harmonie. Als Symbol für Stärke und Zuversicht wurde der Heilstein immer wieder an die nächste Generation weitergereicht.

Jade Heilstein und ihre Varietäten

Zu den Varietäten der Familie der Jade gehören

  • der Chloromelanit
  • der Jadeit
  • der Nephrit

Der Chloromelanit

Der Chloromelanit ist ein Mineral aus der Familie der Jade, dessen Name sich aus dem griechischen „chloros“ (deutsch: grün) und „melas“ (deutsch: schwarz) ableiten lässt. Der Chloromelanit schenkt Hoffnung und Lebensfreude. Er besänftigt das Gemüt und trägt zu mehr Toleranz bei. Seinem Träger hilft er außerdem dabei, Dinge so wie sie sind, zu akzeptieren.

Der Jadeit

Der grüne Jadeit schenkt seinem Träger Freude, Lebenslust, inneren Frieden und auch Aufgeschlossenheit. Er hilft bei der Selbstverwirklichung, sorgt für Gerechtigkeit, Güte und Zufriedenheit. Außerdem befreit er seinen Träger von Vorurteilen. Jadeit bringt außerdem Ausgeglichenheit, denn bei einer Überlastung wirkt er beruhigend und bei Passivität aktivierend. Der Heilstein Jadeit fördert die geistige Beweglichkeit, stärkt die Persönlichkeit und den Mut, befreit von Ängsten und löst auch Beklemmungen. Durch das Auflegen des Steins auf die Stirn soll er außerdem für ein besseres Einschlafen sorgen und das Talent zur Deutung von Träumen fördern. Der gelbe Jadeit sorgt zudem für mehr Gelassenheit, Ruhe und auch ein ruhigeres Gemüt. Der schwarze Jadeit trägt außerdem zur Festigung bei, befreit von negativen Gefühlen und wirkt auf den Geist beruhigend. Auch für Ausgeglichenheit sorgt er, ebenso hilft er dabei, das rechte Maß zu halten.

Der Nephrit Heilstein

Der Nephrit gilt als Stein für Glück und Hoffnung. Gegen geistige Feindseligkeiten dient er als Schutzstein, in schweren Zeiten sorgt er dafür, dass ein Träger seine eigene Identität bewahren kann. Spannungen und auch Sorgen kann er abbauen und sorgt damit für inneren Frieden und mehr Ausgeglichenheit. Nachts unter das Kopfkissen gelegt soll der Nephrit vor Alpträumen bewahren, auch beim Treffen von richtigen Entscheidungen soll er hilfreich sein.

Die Jade – Vorkommen und Entstehung

Die hell lindgrüne bis dunkel flaschengrüne Jade wird dem monoklinen Kristallsystem zugeordnet, bildet also keine mit bloßem Auge sichtbaren Kristalle. Sie bildet sich bei der Umwandlung von Albit. Dafür benötigt die Jade hohe Temperaturen und extremen Druck. Man spricht von einer so genannten mineralogischen Gesteinsmetamorphose. Die Farbe erhält die Jade durch die Beimengung von Chrom während des Prozesses der Umwandlung. Eine rote oder braune Farbe weist die Jade auf, wenn sie einen hohen Anteil an Eisen enthält. Violett erscheint die Jade aufgrund von Beimengungen von Mangan. Bei der Jade handelt es sich um ein Mineral aus der Gruppe der Pyroxene. Es zählt zur Mineralklasse der Silikate. Die Jade wird außerdem auch bergmännisch abgebaut und ist dabei vor allem in kristallinen Schiefern anzutreffen.

Die Jade hat ihr größtes Vorkommen in China. Weitere Vorkommen erstrecken sich unter anderem auf Mexiko, Kanada, Russland, die USA, Burma sowie auf Neuseeland. Das Mineral kommt aber dennoch eher selten vor.

Die Jade – Wirkung und Anwendung

Die Jade gilt als Sagen umwobener Heilstein, der für Harmonie und Gleichgewicht steht und sowohl auf den Körper als auch auf die Seele besondere Wirkungen hat.

Wirkung der Jade Heilsteine auf den menschlichen Körper

Die Jade hat vielfältige Fähigkeiten, wenn es um die Behandlung von körperlichen Beschwerden geht. In der alternativen Medizin wird der Heilstein unter anderem bei folgenden Beschwerden eingesetzt:

  • zur Anregung der Tätigkeit der Nieren
  • zur Anregung des Nervensystems
  • zur Entgiftung des Organismus
  • blutstillende Wirkung
  • zur Stärkung von Herz und Kreislauf
  • günstige Wirkung auf Erkrankungen der inneren Organe wie Milz und Leber
  • zur Stärkung des Magen-Darm-Trakts
  • zur Vermeidung von Nierensteinen und Nierenkoliken
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • zur Regelung des körperlichen und auch geistigen Stoffwechsels
  • Fieber senkende Wirkung

Wirkund er Jade auf die menschliche Seele

Der Jade wird ein harmonisierender und ausgleichender Einfluss auf seinen Träger zugeschrieben. Sie findet bei folgenden Problemen Anwendung:

  • zur Beruhigung der Nerven
  • wirkt gegen Antriebslosigkeit
  • zum Abbau von Vorurteilen
  • sorgt für Zufriedenheit und Gerechtigkeit
  • zur Stärkung von Tatkraft und geistiger Aktivität
  • zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit
  • zur Vermittlung von Zuversicht, Selbstsicherheit, Selbständigkeit und Selbstvertrauen
  • schenkt mehr Freude und Lebenslust
  • zur Stärkung der Persönlichkeit und zur Verringerung von Angst und Lampenfieber
  • Die Jade und ihre Möglichkeiten der Anwendung

    Der Heilstein Jade kann als Trommelstein, Handschmeichler, als Kette sowie Anhänger oder auch als Pyramide eingesetzt werden.

    Die Jade eignet sich als Heilstein zum Auflegen auf die betroffenen Stellen, kann aber auch mit Jadewasser zu einem Tee verarbeitet werden. Wichtig ist dabei jedoch, dass die Jade nicht mit heißem Wasser in Berührung kommen darf.

    Die Jade – So wird sie richtig gepflegt

    Eine Reinigung der Jade sollte regelmäßig unter lauwarmem Wasser erfolgen. Auch zum Entladen eignet sich lauwarmes Wasser oder alternativ auch Hämatit. Eine Aufladung von Jade ist in einem Glas mit Amethyst-Trommelsteinchen oder in einer Amethyst-Druse zu empfehlen. Jade sollte nicht an der Sonne aufgeladen werden, denn es ist ein sehr hitzeempfindlicher Stein. Seine harmonievollen Schwingungen können dadurch schnell verloren gehen.

    Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit dem Jade

    Zwar übertrifft der Jade manchen Stahl an Druckfestigkeit, dennoch sollten im Umgang mit dem Edelstein einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Gegenüber bestimmten Chemikalien ist der Jade empfindlich, bei der Hausarbeit (z. B. beim Hantieren mit Reinigungsmitteln) sollte Jade-Schmuck deshalb abgelegt werden. Auch plötzlichen und vor allem extremen Temperaturschwankungen (z. B. sehr kalt zu sehr heiß) sollte der Jade nicht ausgesetzt werden, da er ansonsten zerspringen kann.

    Die Jade – Zuordnung zu Chakren, Sternzeichen und Planeten

    In der Astrologie spielt die Jade eine besondere Bedeutung. Auch so gut wie alle Energiezentren des Menschen ziehen positive Energien aus dem Jade-Stein.

    Chakren der Jade

    Die Jade ist ein Heilstein mit Schwingungen auf hoher Frequenz. Sie findet deshalb auf nahezu allen Chakren Anwendung.

    Auf dem Sakralchakra aufgelegt, sorgt die Jade für eine Steigerung der sexuellen Lust und Fruchtbarkeit. Durch das Auflagen auf dem Solar-Plexus (drittes Hauptchakra) lassen sich Verdauungsbeschwerden lindern. Gegen Infektionskrankheiten (z. B. Grippe) und Kopfschmerzen (auch Migräne) hilft das Tragen einer Kette aus Jade über dem Herzchakra. Die Wirkung auf dem Sakralchakra lässt sich mit einem Rubin-Zoisit, die auf dem Solar-Plexus mit einem Citrin verstärken.

    Sternzeichen der Jade

    Für die Sternzeichen Krebs und Waage gilt die Jade als wichtiger Hauptstein. Sie verleiht dem Krebs Zuversicht und Sicherheit, der Waage bringt sie Vitalität und innere Harmonie. Für die Sternzeichen Fische, Wassermann, Skorpion und Jungfrau ist die Jade ein wichtiger Nebenstein. Wassermänner werden dadurch beständig und kommen zur Ruhe, Fische werden ausgeglichener und harmonischer. Jungfrauen können dank der Jade ihre Gefühle deutlich besser ordnen und werden außerdem vitaler, Skorpionen schenkt die Jade Lebensfreude sowie Zuversicht.

    Jade und die Planeten

    Der Mond ist für die Jade der Planet in der Zuordnung der Planeten.

    Die Jade und ihre Möglichkeiten der Verwendung

    Die Jade gilt als sehr beliebter Schmuckstein. Der Imperial- oder auch Kaiserjade stellt dabei die wertvollste Variante der Jade dar und leuchtet in einem leicht transparenten Smaragdgrün.

    Zwar weist die Jade nur eine mittlere Härte auf, jedoch ist der Stein recht zäh und schwer zu bearbeiten. Auch die Spaltbarkeit ist nicht vorhersehbar, Jade bricht meist muschelförmig. Eine Bearbeitung mit dem Messer ist – anders als es bei Holz der Fall ist – nicht möglich. Vielmehr muss die Jade mit Scheibensägen, Kontur-Bohren und Schleifen mit einfacheren Werkzeugen in vielen zeitraubenden Arbeitsschritten bearbeitet werden.

    Bei der Bearbeitung der Jade ist zu beachten, dass der Stein auf Hitze sehr empfindlich reagiert. Zwar ist er gegenüber Säure zunächst unempfindlich, kam die Jade zuvor jedoch mit Wärme in Berührung, ist er auch dafür hochempfindlich. Auch die Reinigung von Schmuckstücken mit Ultraschall sowie Silbertauchbäder schaden dem Stein.

    Imitationen und Manipulationen der Jade

    Schon seit sehr langer Zeit sind – vor allem aus wirtschaftlichen Gründen – Imitationen und Manipulationen der Jade bekannt. Die eher ungewollte Imitationsbildung ist der Edelserpentin (auch als „China-Jade“ oder „Neue Jade“ bekannt), welche in den gleichen Lagerstätten wie Jadeit und Nephrit zu finden ist. Es sieht aus wie die Jade und entsteht durch mineralogische Morphogenese. Aufgrund seiner geringeren Härte und der damit leichteren Bearbeitung gilt es deshalb als ein bevorzugter Ersatz für die Jade.

    Als weitere Imitationen sind unter anderem Prasem (Afrikanische Jade), diverse Chlrote (z. B. Marble Bar Jade), der grüne Strahstein (Smaragdit-Jade), der grüne Grossular (Transvaal-Jade), der Serpentin (Serpentin-Jade) oder auch der grünliche Sillimanit (Sillimanit-Jade) bekannt.

    Die Jade – Realität und Glaube

    In den Sternen steht, ob und was die Wissenschaft über die Kräfte des Heilsteins Jade noch herausfinden wird. Bei der Äbtissin Hildegard von Bingen wurde Jade nicht als Heilstein erwähnt. „Wunder“ können natürlich nur geschehen, wenn der Nutzer an die Wirkung glaubt. Es ist jedoch Tatsache, dass viele Menschen an die heilenden Kräfte der Jade glauben, weil sie tatsächlich Linderung oder sogar Heilung erfahren haben. Ob Schilderungen dazu allerdings wahrheitsgemäß sind, lässt sich aufgrund fehlender Gegenbeweise nicht nachvollziehen.

    Wert der Jade

    Die Jade ist sehr wertvoll, entsprechend hoch ist also auch der Preis angesetzt. Vor allem der Kaiserjade ist recht teuer und kostet pro Karat zwischen 5.000 und 8.000 Dollar. Dabei entspricht ein Karat einem Gewicht von 200 Milligramm, so dass ein Gramm Jade etwa 40.000 Dollar kostet. Damit kostet der Heil- und Edelstein etwa genau so viel, wie ein lupenreiner Diamant mit einer intensiven blauen Färbung.

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