Heilsteine

Der Turmalin – Erstaunliche Heilwirkung eines farbenprächtigen Steins

Der Turmalin gilt als energetisch wertvoller Stein aus der Mineralgruppe kristallisierender Ringsilikate. Diese Mineralgruppe setzt sich aus vielen Mischkristallen zusammen. In Edelsteinsammlungen darf der Turmalin nicht fehlen, doch ihm werden auch heilende, wohltuende Kräfte nachgesagt. Der Turmalin als farbenreicher Stein ist ein guter Begleiter bei Tag und auch Nacht.

Der Turmalin – Herkunft und Geschichte

Schon seit der Antike ist der Turmalin ein bekannter und auch begehrter Edelstein. Er besitzt sehr unterschiedliche äußerliche Erscheinungsformen und alle Farben des Regenbogens. Diese Eigenschaften trugen aber auch dazu bei, dass er sehr häufig mit anderen Steinen verwechselt wurde. So nannte man den roten Turmalin – genauso wie auch Granat und Rubin – im Mittelalter auch „Karfunkel“. Eine Verwechslung grüner Turmaline erfolgte meist mit dem Smaragd.

Seinen heutigen Namen erhielt der Edel- und Heilstein erst im 18. Jahrhundert. Er stammt aus dem singhalesischen „turmali“ und bedeutet übersetzt so viel wie „verschiedenartiger Stein“. Für den Turmalin ist seine große Farbenvielfalt charakteristisch. Viele glaubten, der Turmalin könne aus sich selbst heraus leuchten. Zwar stimmt dieser Glaube nicht, allerdings weisen einige Exemplare den so genannten Pleochroismus auf, bei dem der Stein je nach Blickwinkel unterschiedliche Farben zeigt.

Der Turmalin gilt als sehr guter elektrischer Leiter, durch Reiben oder Wärme kann er elektrostatisch aufgeladen werden. Früher nutzte man diese Eigenschaft, um aus Pfeifen die Tabakasche zu ziehen. So erhielt der Turmalin auch das Synonym „Aschenzieher“.

Seit jeher diente der Turmalin der Herstellung von Schmuck und auch Kunstgegenständen. Auch heute ist er ein sehr beliebter Schmuckstein. So wurde unter anderem die Meisterschale des DFB mit 21 Turmalinen verziert. Auch in der Elektroindustrie findet der Turmalin aufgrund seiner Eigenschaften Anwendung.

Neben dem Namen Aschenzieher ist der Turmalin auch unter den Synonymen Aschentrekker, Bergflachs, Iochrit, Kalbait, Toramalli, Trip und Zeuxit bekannt.

Der Turmalin und seine Varietäten

Vom Turmalin sind mehrere Varietäten bekannt. Dazu gehören:

  • Dravit
  • Elbait
  • Paraiba-Turmalin
  • roter Turmalin (Rubellit)
  • blauer Turmalin (Indigolith)
  • gelber Turmalin
  • grüner Turmalin (Verdelith)
  • schwarzer Turmalin (Schörl)
  • violetter Turmalin (Apyrit)
  • Turmalin-Katzenauge
  • Wassermelonen-Turmalin

Der Dravit

Der Dravit ist eine rote bis pinke, indigoblaue bis grünblaue, honigbraune bis goldbraune, klare, grüne, schwarze oder auch gemischt gefärbte Varietät des Turmalins. Seine echte Farbe ist nur unter neutralem Licht erkennbar.

Der Elbait

Auch der Elbait weist ähnliche Farben wie der Dravit auf und gehört zu den Turmalinen. Auch bei dieser Varietät ist die echte Färbung ausschließlich unter neutralem Licht zu erkennen, unter Neonlicht zeigt er meist eine andere Farbe.

Der Paraiba-Turmalin

Paraiba-Turmaline sind besonders schöne Varietäten des Turmalins. Sie besitzen einen hohen Anteil an Metall im Stein, wodurch dieser in intensiven Farben schimmert. Sehr begehrt sind vor allem Steine in tiefem blau und grün. Der Paraiba-Turmalin ist dennoch einzigartig, denn er wurde in einer brasilianischen Miene abgebaut, deren Quelle inzwischen versiegt ist. Deshalb ist diese Varietät auch seltener als Diamant und enorm wertvoll.

Der rote Turmalin (Rubellit)

Der rote Turmalin – auch als Rubellit bekannt – tritt, wie es der Name bereits vermuten lässt, vor allem in der Farbe rot auf. Es gibt allerdings auch Exemplare in rosa.

Der blaue Turmalin (Indigolith)

Der blaue Turmalin, auch als Indigolith bezeichnet, zeichnet sich durch ein dunkles blau aus, welches den Tiefen des Ozeans ähnelt. Oft ist auch ein gut sichtbarer Grünstich zu erkennen.

Der gelbe Turmalin

Der gelbe Turmalin ist, wie es der Name schon sagt, gelb. Aber auch Farben wie honigbraun bis goldbraun kommen vor.

Der grüne Turmalin (Verdelith)

Der Verdelith, also der grüne Turmalin, ist in allen möglichen Variationen der Farbe grün zu finden.

Der schwarze Turmalin (Schörl)

Unter den Turmalinen kommt der Schörl am häufigsten vor. Beschrieben wurde er erstmals im Jahr 1562 mit der Bezeichnung „schürl“, was sehr wahrscheinlich auf den ersten Fundort (Schorl in Sachsen, heutiges Zschorlau) zurückzuführen ist. Er ist tiefgründig schwarz, einige Exemplare kommen auch in einem sehr dunklen braun vor.

Der violette Turmalin (Apyrit)

Der Apyrit ist vorrangig in violetter Farbe zu finden, einige Exemplare haben auch einen Rotstich.

Das Turmalin-Katzenauge

Das Turmalin-Katzenauge weist eine vorwiegend grüne Färbung auf. Bei Lichteinfall ist der typische Katzenaugen-Effekt erkennbar.

Der Wassermelonen-Turmalin

Der Wassermelonen-Turmalin ist zweifarbig grün und rot. Im Querschnitt ähnelt sein Aussehen rein farblich einer Wassermelone – innen rot, außen grün. Die Färbung kann aber durchaus auch umgekehrt sein.

Der Turmalin – Vorkommen und Entstehung

Turmalin gilt als Mineralgruppe, welche aus unterschiedlichen Mischkristallen besteht. In ihrer strukturellen Anordnung sind diese aber alle gleich. Die verschiedenen Varietäten des Turmalins mit ihren chemischen Zusammensetzungen entstehen auf unterschiedliche Weise. In erster Linie bildet sich Turmalin beim Zusammentreffen von saurem Magma mit hohen Anteilen von Bor auf angrenzendes Gestein. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Zusammensetzung des Gesteins. Turmalin entsteht dabei hydrothermatisch, pneumatolytisch oder auch pegmatisch. Dabei bildet er mikroskopisch kleine bis große Kristalle, die auch Größen von mehreren Metern erreichen können. Seine Kristallform ist neben der Farbenvielfalt ebenfalls eine Besonderheit des Turmalins. Als Borsilikat gehört der Turmalin zur Mineralklasse der Silikate.

Vorkommen von Turmalin finden sich unter anderem in Afghanistan, Angola, Brasilien, Madagaskar, Mosambik, Pakistan, Sri Lanka, Südafrika, Tansania oder auch in den USA.

Eigenschaften des Turmalins

Turmaline werden dem trigonalen Kristallsystem zugeordnet und sind je nach Varietät durchsichtig, durchscheinend oder auch undurchsichtig. Spaltbar sind die Turmalin-Varietäten nicht, die Mohs’sche Härte liegt bei 7 bis 7,5. Turmaline laden sich durch Erhitzen und anschließendes Abkühlen elektrisch auf. In diesem Fall sind sie dann an einem Ende positiv, am anderen Ende negativ geladen. Man spricht dabei von Pyroelektrizität. Eine Aufladung des Edelsteins ist auch durch Druck möglich. Wird der Stein entlastet, ändern sich die Vorzeichen. Kommt es zu einem Spannungswechsel, gerät Turmalin in Schwingung.

Der Turmalin – Wirkung und Anwendung als Heilstein

Seit jeher gilt der Turmalin als wichtiger Schutz- und Heilstein und wurde schon früh auch als solcher verwendet. Sowohl auf den Körper als auch auf die Seele hat der Turmalin recht unterschiedliche Wirkungen als Heilstein. In seiner Anwendung ist er dabei ebenfalls sehr vielfältig.

Wirkung des Turmalins auf den Körper

Der Turmalin hat als Heilstein eine positive Wirkung auf das Nervensystem, wodurch er Nervenentzündungen (z. B. Gürtelrose, Trigeminusneuralgie) lindern kann. Er trägt zudem zur Kräftigung der Muskulatur bei. Auch bei Entzündungen und Schmerzen der Gelenke sowie bei Muskelkater und Muskelrissen kann der Turmalin helfen. Weiterhin wirkt er unterstützend bei der Linderung von Erkrankungen des Herzens, der Nieren sowie auch der Nebennieren. Er wirkt zudem reinigend und entgiftend und regt die Leber- und auch Darmtätigkeit an.

Der Turmalin kann weiterhin den Hormonhaushalt positiv beeinflussen und so Probleme während der Wechseljahre lindern. Außerdem stärkt er das Immunsystem, wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und kann auch den Kreislauf regulieren.

Wirkung des Turmalins auf die Seele

Grundsätzlich sind die Wirkungen der Turmalin-Varietäten auf die Seele recht ähnlich. Dennoch gibt es hier einige Unterschiede.

Wirkung des Dravits

Mit dem Dravit wird die Aufgeschlossenheit gefördert, die Bereitschaft sich gegenseitig zu helfen und das Gefühl der Zusammengehörigkeit steigen. Auch hilft der Dravit dabei, die eigenen Fertigkeiten nicht nur zu verbessern, sondern sie auch zu erweitern.

Wirkung des Elbaits

Durch den Elbait werden Körper und Seele in Einklang gebracht. Auswirkungen von Stress, innerer Unruhe und Überspannung lassen sich lindern. Er sorgt für einen Ausgleich und verleiht seinem Träger mehr Verständnis für seine Umwelt. So kann der Heilstein das Gemüt besänftigen. Weiterhin regt er das Erinnerungsvermögen an, steigert die Fantasie und schenkt für eigene Fähigkeiten mehr Vertrauen. Sollen Lösungen für Probleme gefunden werden, kann der Elbait ebenfalls helfen.

Wirkung des Paraiba-Turmalins

Dank des Paraiba-Turmalins lassen sich Verwirrungen aufklären, er verleiht zudem für Gerechtigkeit ein stärkeres Gefühl. Durch den Heilstein können schwere Entscheidungen leichter getroffen werden, die Lebenserfahrung wird gefördert. Außerdem hilft der Paraiba-Turmalin dabei, Träume zu intensivieren.

Wirkung des roten Turmalins

Der rote Turmalin bringt Glück, erhöht geistiges Wachstum und schenkt zudem Lebenskraft. Er fördert die Aufgeschlossenheit, die Lebhaftigkeit und sorgt auch für Anpassungsfähigkeit. Die Empfindsamkeit und auch die Gutmütigkeit wird durch den roten Turmalin gesteigert, vergangene Enttäuschungen kann sein Träger besser hinter sich lassen. Dadurch werden auch die damit verbundenen Schmerzen besser gelöst. Der rote Turmalin hilft weiterhin dabei, die eigenen Ziele entschlossener zu verfolgen. Auch die Lust an der Sexualität kann er wiederbringen.

Wirkung des blauen Turmalins

Durch den blauen Turmalin lassen sich unterdrückte Gefühle sowie Kummer besser ausdrücken. Er fördert außerdem die Toleranz, Zuverlässigkeit und auch das Pflichtgefühl. Er hilft bei der Verdeutlichung von unklaren Situationen, trägt dazu bei, genauer nachzudenken und wirkt unterstützend dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der blaue Turmalin fördert außerdem die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, sorgt für mehr Eigenständigkeit und hilft bei der Selbstverwirklichung.

Wirkung des gelben Turmalins

Der gelbe Turmalin schenkt seinem Träger Lebensfreude und Glück. Der Heilstein steigert das Vertrauen in eigene Fähigkeit, sorgt für Spontaneität und fördert das Erinnerungsvermögen.

Wirkung des grünen Turmalins

Der grüne Turmalin hilft dabei, sich neu zu orientieren. Er stärkt die Klarheit und bringt mehr Flexibilität. Alte Ideen und Ziele lassen sich mit diesem Heilstein wieder finden, sein Träger kann neue Lebensabschnitte beginnen. Da der grüne Turmalin auch auf die Nerven wirkt, kann sein Träger sich besser entspannen und Gemütsschwankungen werden schneller ausgeglichen. Dadurch kann sich auch der Geist erholen. Der grüne Turmalin fördert das Glück und schenkt außerdem mehr Lebensfreude. Auch gegen Depressionen kann er helfen.

Der schwarze Turmalin

Der Schörl schützt als Heilstein seinen Träger vor negativen Einflüssen und Gedanken. Er kann so gegen Stress, Belastungen, Missgunst und auch Misstrauen helfen und stärkt die Gelassenheit. Er verhilft dazu, einen unvoreingenommenen Standpunkt einzunehmen. Der schwarze Turmalin kann die Seele befreien, mehr Selbstsicherheit schenken und hilft, sich auf die eigenen Ziele und Wünsche zu besinnen. Der schwarze Turmalin gilt als ein starker Schutzstein, der gegen negative Energien hilft und die Auswirkung von Strahlen auf die Psyche lindert.

Wirkung des violetten Turmalins

Der violette Turmalin hilft seinem Träger dabei, Probleme einfacher zu lösen. Er fördert zudem die innere Harmonie und trägt dazu bei, eine innige Beziehung zur Umwelt aufzubauen.

Wirkung des Turmalin-Katzenauges

Das Turmalin-Katzenauge verleiht die Möglichkeit, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und beflügelt die Fantasie.

Wirkung des Wassermelonen-Turmalins

Mit dem Wassermelonen-Turmalin wird dem Träger mehr Verständnis, Liebe und Freude verliehen. Er schenkt seinem Träger ein schöneres Leben und vermittelt ein Gefühl der Geborgenheit. Außerdem stärkt er das Selbstvertrauen und kann Vorurteile verringern. Depressionen, Ängste und Gewissensbisse kann er vertreiben.

Anwendungsmöglichkeiten für den Turmalin

In der Steinkunde wird der Turmalin sehr oft als Heilstein verwendet. Dabei kann er grundsätzlich in jeder Form verwendet werden. Sowohl roher Turmalin als auch Trommelsteine sind möglich, der Hautkontakt und das angenehme Gefühl sind entscheidend. Allerdings kann rohes Material scharfe Bruchkanten aufweisen, weshalb in der Steinkunde meist Trommelsteine verwendet werden.

Der Turmalin lässt sich als Heilstein vielfältig anwenden. So kann er getragen oder aufgelegt werden. Auch in Steinkreisen sowie in der Meditation ist der Turmalin sehr häufig zu finden. Getragen werden kann der Turmalin ohne Probleme auch über einen längeren Zeitraum.

Herstellung von Edelsteinwasser, Essenzen und Elixieren

Der Turmalin ist zum Ansetzen von Edelsteinwasser, Essenzen und Elixieren sehr gut geeignet. Turmalinwasser wird am besten in einem Liter Wasser mit einigen 2 bis 3 cm großen Trommelsteinen über Nacht in einem Glaskrug angesetzt. Wichtig ist eine hervorragende Qualität des Steins, er darf weder rekonstruiert noch gefärbt sein.

Der Turmalin – Die richtige Pflege

Turmalin, der regelmäßig auf der Haut getragen oder aufgelegt wird, sollte ab und zu gereinigt werden. Er kommt unweigerlich mit Verschmutzungen durch Hautfett, Creme- und Kosmetikreste oder auch Schmutzpartikelchen in Berührung. Die Reinigung sollte mit handwarmem und möglichst kalkfreiem Wasser (z. B. sehr sauberem Regenwasser) gereinigt werden. Auf Zusätze wie Seifen und Reinigungsmittel kann dabei verzichtet werden. Um Wasserflecken zu vermeiden, wird der Turmalin anschließend am besten mit einem trockenen und unparfümierten Tuch getrocknet. Turmalin sollte zur Trocknung nicht geföhnt werden, da er zerspringen kann, was eine hohe Verletzungsgefahr birgt.

Entladen wird der Turmalin bestenfalls einmal im Monat unter fließendem Wasser. Die Aufladung kann in einer Amethystdruse für einige Stunden erfolgen. Auch an der Sonne (Morgen- oder Abendsonne) kann eine Aufladung erfolgen, nur rosa Turmaline sollten nicht in die Sonne gelegt werden. Je nach Varietät ist eine Aufladung auch mit Bergkristall möglich.

Der Turmalin – Zuordnung zu Chakren und Sternzeichen

Je nach Varietät wird der Turmalin unterschiedlichen Chakren und Sternzeichen zugeordnet.

Turmalin und die Chakren

Varietät

Chakra

Dravit

Sakralchakra, Wurzelchakra

Elbait

Herzchakra

Paraiba-Turmalin

Herzchakra, Halschakra

Rubellit (roter Turmalin)

Wurzelchakra

Indigolith (blauer Turmalin)

Halschakra

gelber Turmalin

Solar-Plexus-Chakra

Verdelith (grüner Turmalin)

Herzchakra

Schörl (schwarzer Turmalin)

Wurzelchakra, Drittes Auge (Stirnchakra), Nebenchakren Arme und Beine

Apyrit (violetter Turmalin)

Kronenchakra, Drittes Auge (Stirnchakra)

Turmalin-Katzenauge

Herzchakra

Wassermelonen-Turmalin

Herzchakra

Turmalin und die Sternzeichen

Varietät

Sternzeichen

Dravit

Ausgleichsstein: Löwe

Elbait

-

Paraiba-Turmalin

-

Rubellit (roter Turmalin)

Hauptstein: Skorpion, Ausgleichsstein: Jungfrau

Indigolith (blauer Turmalin)

Hauptstein: Waage, Ausgleichsstein: Schütze

gelber Turmalin

-

Verdelith (grüner Turmalin)

Hauptstein: Steinbock

Schörl (schwarzer Turmalin)

Hauptstein: Skorpion, Ausgleichsstein: Steinbock

Apyrit (violetter Turmalin)

-

Turmalin-Katzenauge

-

Wassermelonen-Turmalin

Hauptstein: Zwilling

Der Turmalin – Verwendungsmöglichkeiten

Der Turmalin wird neben seiner Verwendung als Heilstein auch als Schmuckstein verwendet.

Im 19. Jahrhundert wurden geschliffene Turmalinscheiben aufgrund ihrer Wirkung als Polarisationsfilter in der Fotografie genutzt, sie sollten hier störende Glanzreflexe unterdrücken. Auch in der Mikroskopie wurde Turmalin als Polarisationsfilter eingesetzt. Außerdem findet der Turmalin aufgrund seiner besonderen elektrischen Eigenschaften in der Elektronik Anwendung.

Der Turmalin als Schmuckstein

Der Turmalin ist aufgrund seiner schönen, vielfältigen Farben ein sehr beliebter Schmuckstein. Er wird vor allem für Halsketten, aber auch Ringe, Armbänder, Ohrschmuck, Broschen sowie Anstecknadeln verwendet.

Turmaline sind umso begehrter und teurer, je intensiver die Farben und je schärfer die Farbübergänge sind. Das Preisniveau ist generell recht hoch, unterscheidet sich aber von Varietät zu Varietät.

Die Qualitätsmerkmale des Turmalins

Die Größe des Steins, eine ausdrucksstarke und qualitativ hochwertige Farbe sowie fehlende oder auch nur winzig kleine Einschlüsse beeinflussen die Qualität des Turmalins entscheidend. Einschlüsse, die deutlich sichtbar sind, mindern die Qualität des Steins. „Lupenrein“ gilt als höchste Güteklasse, bei der auch bei einer zehnfachen Vergrößerung unter der Lupe keine Einschlüsse erkennbar sind. Lediglich der Schliff, der dem Stein ebenfalls seinen Wert verleiht, lässt sich vom Menschen beeinflussen. Die Optik wird durch den richtigen Schliff deutlich besser, der Wert steigt entsprechend.

Beliebte Schliffformen für den Turmalin

Der Turmalin erhält erst durch den richtigen Schliff seine volle Pracht. Das Schleifen ist jedoch eine hohe Kunst aufgrund von Farbe und möglichen Einschlüssen sowie den Faktoren wie Größe und Form des Ausgangssteins.

Für den Turmalin eignen sich grundsätzlich unterschiedliche Schliffarten. Facettenschliffe optimieren die Brillanz durch die Form mit vielen Außenschliffen, der Ovalschliff ist ebenfalls sehr beliebt. Auch der Cabochon-Schliff kommt bei Turmalinen zum Einsatz, meist wenn diese leichte Einschlüsse aufweisen. Mit dem Cabochon-Schliff lässt sich bei Turmalinen auch der Katzenaugen-Effekt erzeugen. Eine weitere beliebte Schliffform bei Turmalinen ist der so genannte Baguette-Schliff. Das liegt vor allem auch daran, weil der Edelstein von Natur aus eine Stäbchenform besitzt, durch den Schliff werden vor allem die Farbübergänge bei mehrfarbigen Steinen optimal hervorgehoben.

Marktpreise des Turmalins

Bei den durchschnittlichen Marktpreisen handelt es sich um die Preise, die im Handel oder bei Juwelieren für einen Edelstein gezahlt werden. Sie werden regelmäßig aufgezeichnet, um aus diesen Daten die Durchschnittspreise zu errechnen. Je kräftiger die Farbe des Turmalins ist, umso höher ist sein Preis. Folgende Durchschnittspreise in USD pro Karat gelten für Turmaline:

Farbe

Marktpreis

Blau:

183

Helles Grün-Blau:

1103

Helles Grün:

206

Dunkles Grün:

242

Grün-Gün:

44

Gelb:

29

Orange:

30

Starkes Rosa:

101.-

Helles Rosa:

59

Lila:

69

Rot-Braun:

40

Orange-Rot:

97

Helles Orange:

63

Weiss:

49

Wissenswertes zum Turmalin

Einige Exemplare des Turmalins besitzen die so genannte Piezolektrizität – eine Eigenschaft, die vor allem dann als störend empfunden wird, wenn der Edelstein als Dekoration verwendet wird. Dabei kommt es unter bestimmten Voraussetzungen zu elektrostatischen Aufladungen, was wiederum Staubpartikel anzieht.

Zudem sind Turmaline sehr empfindlich gegenüber Schlägen, Schmuck sollte bei der Hausarbeit deshalb besser abgelegt werden. Außerdem vertragen vor allem kräftig gefärbte Turmaline Sonne nicht so gut, die Farbe kann darunter leiden.

Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben.
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